Rosenburg-Mold

Erstellt am 12. August 2016, 14:40

von APA Red

UVP für Modernisierung des Kraftwerks Rosenburg nötig. Die von der EVN geplante Revitalisierung des historischen Kleinwasserkraftwerks Rosenburg am Kamp (Bezirk Horn) ist UVP-pflichtig.

Das Krafthaus soll modernisiert werden.  |  NOEN, EVN

Der behördliche Genehmigungsprozess werde im Rahmen einer Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) stattfinden, teilte der niederösterreichische Energieversorger am Freitag in einer Aussendung mit. Bei Umweltschützern ist das Projekt auf Widerstand gestoßen.

Die aktuelle Entscheidung der NÖ Landesregierung sei ein wichtige Schritt rund um das geplante Vorhaben, hieß es von der EVN. Das UVP-Verfahren sei der umfangreichste und umfassendste behördliche Genehmigungsprozess für ein Wasserkraftwerk.

Staumauer soll erhöht und versetzt werden

Konkret ist geplant, die Staumauer zu erhöhen und zu versetzen. In den kommenden Wochen stehe die Detailausarbeitung des Projektes an, erklärte EVN-Sprecher Stefan Zach: "Dabei geht es in Zusammenarbeit mit anerkannten Fachexperten um die Auswirkung des Projektes auf Menschen, Tiere und die Umwelt." Die Einreichung zum UVP-Verfahren soll erst starten, wenn die umfangreichen Vorbereitungsarbeiten und Abstimmungsgespräche abgeschlossen sind.

Seit 1907 in Betrieb

Das Kraftwerk Rosenburg erzeugt seit 1907 Strom für die Region. 2002 wurde die alte Wehranlage bei einem Hochwasser größtenteils zerstört und danach provisorisch erneuert. Auch die alten Turbinen, Generatoren und Anlagenteile erreichen nun bald das Ende ihrer Lebenszeit und müssen ersetzt werden, begründete das Unternehmen die angestrebte Revitalisierung. Dadurch könnten laut EVN 2.300 statt bisher 1.200 Haushalte mit Strom versorgt werden.

Naturschutzverbände hatten das Kraftwerksprojekt kritisiert. Die Plattform "Aktionsgruppe Lebendiger Kamp" meinte in einem Offenen Brief im März, der geringe energetische Zugewinn beim Kraftwerk Rosenburg stehe "in keinem Verhältnis zum Verlust an Flussnatur, der mit dem Neubau einhergeht". EVN-Sprecher Zach betonte am Freitag, der Dialog mit interessierten NGOs wie WWF, BirdLife, Naturschutzbund oder Umweltdachverband soll "auch in den nächsten Monaten konsequent fortgesetzt werden".