Erstellt am 23. November 2015, 08:45

von Martin Kalchhauser

„Blaue“ Einbruchsserie bei Sportvereinen. Täter gingen in Sigmundsherberg, Geras, Weitersfeld und Langau ans Werk. Tour bescherte den betroffenen Vereinen großen Schaden, die Beute war nur gering. Kurios: Überall gibt es blaue Farbspuren!

Neben weiterem Sachschaden mussten die Mitglieder der Schützengilde Langau, Christoph Dvorak, Walter Anderlik und Hannes Kräuter (von links), nach dem Einbruch in ihre Anlage gleich vier stark beschädigte Türen zur Kenntnis nehmen.  |  NOEN, Robert Schmutz
Der ESV Sigmundsherberg war eines der Ziele der Gauner. Am 21. November wurde entdeckt, dass – vermutlich in der Nacht davor – ungebetener Besuch in der Sportplatzkantine war. Nachdem die Täter erfolglos versucht hatten, einen Hinterausgang der Sportplatzkantine aufzubrechen, gelangten sie durch ein Fenster ins Innere der Räumlichkeiten. Sie durchwühlten alle Laden im Schank- und in einem Abstellraum. Gestohlen wurde aber augenscheinlich nichts.

Bewegungsmelder demoliert 

Besonders fleißig waren kriminelle Elemente in der Nacht vom 20. auf 21. November auch im Norden des Bezirks. Im Geras demolierten sie beim USV beim Kantinengebäude zwei Bewegungsmelder, um die Beleuchtung außer Betrieb zu setzen. Dann versuchten sie, die Tür zum Geräteraum aufzubrechen, scheiterten aber. In die Kantine konnten sie vordringen. Dort wurde offenbar in verschiedenen Kassen nach Bargeld gesucht. Doch es gab keines zu holen. Anderes gestohlenes Gut wurde ebenfalls nicht verzeichnet.
 
Weitersfeld gleich doppelt betroffen
 
Beim USV Weitersfeld hielt die Tür ebenfalls Einbuchsversuchen stand. Doch auch hier wurde ein Bewegungsmelder beschädigt . So wie in Geras wurde hier keine Beute gemacht. Allerdings richteten die unbekannten Täter, die beim Versuch, in das Clubhaus vorzudringen, scheiterten, Sachschaden an. Beim UTC Weitersfeld gingen die Gauner genauso leer aus wie bei den Fußballern. Ein Bewegungsmelder musste dran glauben, zwei Türen hielten den Attacken stand.

Dritter Versuch in Langau gelang

Schlimm erwischt hat es auch die Langauer Schützen. Dort kamen die unbekannten Täter durch Überklettern des Zaunes auf das Areal des Schießplatzes. An der Dreifachverriegelung der Eingangstür scheiterten sie, beschädigten diese jedoch erheblich. Nachdem die Kriminellen auch an der Hintereingangstür – ebenso wie die vorne mit einer Spezialverriegelung versehen – gescheitert waren, schlugen sie eine Verglasung ein und gelangten in den Aufenthaltsraum des Gebäudes.

Tresor mit der Flex geöffnet

Dort wurde ein Tresor mit Hilfe eines mitgebrachten Winkelschleifers „aufgeflext“. Aus einer Handkasse, die sich darin befand, fiel den Einbrechern eine geringe Summe an Bargeld in die Hände. Danach durchsuchten die Täter noch alle Räumlichkeiten und brachen bei ihrem Vorgehen auch vier weitere Türen, darunter die zum Faustfeuerwaffenstand, auf. Waffen dürften den ungebetenen Gästen zum Glück nicht in die Hände gefallen sein.

Blaue Farbspuren geben Rätsel auf 

Neben den Sportvereinen wurde auch das Sommerlager (SOLA) des Langauer Pfarrers Andreas Brandtner in derselben Nacht zur Zielscheibe. Der Bürocontainer konnte geentert werden. Doch auch hier: Keine Beute! Interessant erscheint, dass an allen Tatorten von der Polizei blaue Farbspuren festgestellt werden konnten. Was es damit auf sich hat, ist von den Kriminalbeamten zu klären. Sachdienliche Hinweise würden helfen – sie werden von jeder Polizeiinspektion entgegengenommen.