Brunn an der Wild

Erstellt am 24. August 2016, 04:34

von Martin Kalchhauser

Gumpinger macht Platz – für Nachfolgerin. Ende des Monats übergibt Josef Gumpinger (60) seine Amtsgeschäfte an die Vizebürgermeisterin Petra Zach. Mitte September wird die Nachfolgerin feststehen.

Bürgermeister Josef Gumpinger legt sein Amt zurück und verzichtet auch auf sein Gemeinderatsmandat.  |  Martin Kalchhauser

„Mit 31. August übergebe ich meine Geschäfte an Vizebürgermeisterin Petra Zach.“ Der Brunner Bürgermeister Josef Gumpinger, der seit längerer Zeit seinen Abschied aus der Gemeindepolitik vorbereitet hat, gab in der Vorwoche erstmals das konkrete Datum seines Rücktritts bekannt.

„Wunschkandidatin“ Zach rückt nicht nach

Wie berichtet, hatte Gumpinger, der im Juli seinen 60. Geburtstag gefeiert hat, schon seit mehreren Monaten anklingen lassen, dass er sich parallel zu seiner Pensionierung – der Dietmannsdorfer war viele Jahre lang im Dienst des Landes Niederösterreich und zuletzt als Landwirt tätig – auch aus der Politik zurückziehen werde.

Vizebürgermeisterin Petra Zach übernimmt interimistisch die Chef-Agenden. Fotos: Martin Kalchhauser  |  Martin Kalchhauser

Dass die von ihm als „Wunschkandidatin“ bezeichnete Stellvertreterin, die Juristin Petra Zach, nicht nachrücken wird, ist ebenfalls sicher. „Ich habe immer gesagt, dass ich das Bürgermeisteramt nicht anstrebe“, stellt sie im NÖN-Telefonat klar. „Diese Periode werde ich aber jedenfalls noch als Vizebürgermeisterin tätig bleiben.“

Zach, seit Oktober 2012 im Amt, wird die Geschäfte von Gumpinger übernehmen. Innerhalb von zwei Wochen muss dann eine Gemeinderatssitzung stattfinden, in der die Gumpinger-Nachfolge geregelt wird.

„Sie ist in den Vereinen gut verankert“

Auch hier gibt es bereits klare Fronten. Die ÖVP hat sich auf Elisabeth Allram (54) aus St. Marein – sie ist Angestellte im Transportunternehmen ihres Gatten Norbert – geeinigt, wie Gumpinger bekannt gibt. „Sie ist in den Vereinen gut verankert, und ich habe sie zuletzt bereits laufend in die Arbeit eingebunden“, so der Bürgermeister.

Elisabeth Allram ist die designierte Bürgermeisterin und kann auf breite Unterstützung zählen. Foto: ÖVP Brunn  |  ÖVP Brunn an der Wild

„Geplant war das so nicht“, meint Allram zur Ambition auf den Bürgermeistersessel. Die Politikerin, die erst seit 2015 als Gemeinderätin tätig ist, freut sich, dass sie aus der Kandidatenkür als Nummer 1 hervorgegangen ist. „Wenn man so großes Vertrauen bekommt, ist es gut“, meint sie, möchte aber der Wahl nicht vorgreifen: „So lange ich nicht gewählt bin, möchte ich dazu aber nicht mehr sagen. Es könnte ja noch anders kommen.“

Dass dies ein rein theoretischer Fall ist, liegt auf der Hand. Sogar die SPÖ, die drei der 15 Sitze im Gemeinderat innehat, ist bereits auf Allram-Kurs. „Dieses Amt ist zwar sicher Neuland für sie, aber es ist wichtig, dass alle an einem Strang ziehen“, meint Fraktionschef Leopold Barth, der auch zuerst überrascht war, dass nicht Zach zum Zug kommt. Aber die Opposi tion werde die ÖVP-Kandidatin wählen. „Ich kenne sie lange, und ich bin sicher, dass wir gemeinsam gute Arbeit für die Gemeinde leisten werden.“

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