Erstellt am 03. Juni 2016, 05:05

von Rupert Kornell

Burg aus dem Schlaf geweckt. Weit über 1.500 Besucher wurden bei der Mai-Veranstaltungsserie mit dem Schwerpunkt „Ganz Gars“ gezählt. Der Rittersaal soll schon bald eine Heizung bekommen.

Bürgermeister Martin Falk (links) und Burg Gars-Geschäftsführer Rudolf Berger (vor der im Entstehen begriffenen neuen Bühne für Verdis »Otello«) ziehen zufrieden Bilanz über die erste große Serie an Veranstaltungen, die im Rittersaal stattgefunden und über 1.500 Besucher angelockt haben.  |  NOEN, Rupert Kornell

„Ein Hintergedanke bei der Bestellung Rudolf Bergers war ja, dass die Aktivitäten gesteigert werden, und es ist ihm nach dem ersten Jahr der Orientierung gelungen, dass die Burg massiv bespielt wird“, zollt Bürgermeister Martin Falk der Arbeit des Geschäftsführers der Burg Gars GmbH seine Anerkennung. „Ich hätte nicht geglaubt, dass alle zehn Veranstaltungen von ,Ganz Gars‘ so gut angenommen werden.“

Auf mehr als 1.500 Besucher kann er verweisen, „aber da sind die gut 200 bis 250, die jeweils an den letzten drei Wochenenden zur Ausstellung ,LANDSCHAFFT!‘ gekommen sind, noch gar nicht eingerechnet“, ergänzt Berger. Das Programm sei sehr breit aufgestellt gewesen, um viele Alters- und Interessengruppen anzusprechen, ein Konzept, das voll aufgegangen ist. Dabei habe man nicht nur die Garser erreicht, sondern Gäste aus der Region und sogar bis Wien und Wiener Neustadt.

Hochzeiten als "Selbstläufer"

Falk: „Bei der Weintaufe waren es zu 80 Prozent Garser, beim ausverkauften Liederabend von Anne Bennent 80 Prozent, die ich nicht gekannt habe.“ Ein ganz anderer Besucherkreis sei wiederum bei der Burgführung beobachtet worden. Gleichsam ein „Selbstläufer“ sind die Hochzeiten, immer mehr junge Paare wollen hier den Bund fürs Leben schließen.

Bei all der Freude über den Erfolg könne man aber ein Handicap nicht wegleugnen: Der Rittersaal ist für Veranstaltungen im April und Mai, weil nicht beheizbar, ein Problem. „Aber wir arbeiten dran“, versprechen Falk und Berger, „es geht halt wieder ums liebe Geld.“ Das ist zwar bei den vorangegangenen Aktivitäten nicht im Übermaß hereingeflossen, aber die laufenden Kosten habe man decken können. Fix ist: Selbst wenn eine Heizung installiert wird, bleibt der „rohe Charakter“ (Berger) des Saales auf jeden Fall erhalten. „Gerade das macht ihn ja so unverwechselbar.“

Weitere Veranstaltungen folgen noch im Herbst

In den nächsten Wochen ist man – nach dem Konzert der Mittelalter-Rockband „Corvus Corax“ am 4. Juni – ohnehin mit der Oper ausgebucht, aber noch im Herbst soll es eine weitere kleine Serie mit derzeit sechs geplanten Veranstaltungen von Renaissancemusik bis „Rock the Castle“ geben. „Und eine Fortführung der Aktivitäten in den kommenden Jahren“, verspricht Berger. Nachsatz: „Und wenn’s einen warmen Rittersaal gibt, können wir ihn auch im Winter bespielen.“

„Der ,rohe Charakter‘ des Rittersaals wird auch beim Einbau einer Heizung auf jeden Fall erhalten bleiben.“

Burg Gars-Geschäftsführer Rudolf Berger