Dallein

Erstellt am 17. Juli 2016, 06:02

von Robert Schmutz

Infotag: „E-Autofahren ist sexy“. Auf Initiative der Familie Schöls, der Gemeinde Geras und des Waldviertler Energiestammtisches konnten Interessierte in Dallein verschiedene Elektro-Fahrzeuge testen.

Als erfahrener Elektroautofahrer durfte sich Jürgen Schöls (rechts) über die große Schar Interessierter und Probefahrer beim E-Mobilitätsabend freuen. Foto: Robert Schmutz  |  NOEN

Jürgen und Birgit Schöls haben für ihren Betrieb bereits vor Jahren ein Elektroauto angeschafft und sind damit so zufrieden, dass nun ein zweites dazukam. Daher lud man in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Geras und dem Waldviertler Energiestammtisch zu einem Infoabend über E-Mobilität und Carsharing.

Langauer seit einem Jahr mit Freizeitblitz unterwegs

Der große Renner dabei war das Kennenlernen gängiger Modelle, die bereits auf Österreichs Straßen unterwegs sind. Wenn auch der Prozentsatz noch sehr niedrig ist, hat sich die Anzahl mit zuletzt ca. 10.000 Stück österreichweit stark gesteigert. An die 60 Interessierte durften neun verschiedene Ausführungen testen. Da gab es für die kleine Brieftasche den Renault Twizy (unter 10.000 Euro), ein führerscheinfreies Modell mit geringer Reichweite, geeignet etwa für den täglichen Einkauf.

Die Mittelklassewagen wie der Freizeitblitz (E-Golf), mit dem Vereinsmitglieder aus Langau seit Mai 2015 unterwegs sind, haben schon eine Reichweite von 150 km. Wie Bürgermeister Franz Linsbauer als Vereinsobmann ausführte, sind die 14 Mitglieder mit Carsharing über 20.000 km gefahren. Er persönlich findet dieses Angebot super: „Elektroautofahren ist sexy!“

Die Intentionen der Mitglieder sind die Einsparung eines eigenen Autos, die Einsparung von Kilometern auf dem eigenen Auto und das Einsparen von CO². Besonderen Eindruck erweckte ein Tesla Model S, das eine Spitzengeschwindigkeit von 250 km/h und eine Reichweite von 500 km erreicht.

Viele Verbesserungen auf technischem Gebiet

Dass sich auf diesem Gebiet viel tue, führte Renate Brandner-Weiß aus. Es gebe immer mehr Modelle, diese werden billiger und die Reichweiten werden größer. Auch auf dem Gebiet der Batterien gebe es gewaltige Verbesserungen. So sei die Reduzierung der Aufladezeit im Visier der Forschung. Beispielsweise errichtet ein Brüdertrio (Kreisel) in Oberösterreich derzeit eine neue Fabrikationsstätte, die zum Ziel hat, Batterien herzustellen, die in einem Zeitraum eines normalen Mittagessens wieder weitreichend geladen sind. Demzufolge wird auch das Netz der Ladestellen dichter.

Vorläufig fahren im ländlichen Bereich vorwiegend Elektroautos im Leihsystem, etwa Carsharing. Für den Geraser Bürgermeister Johann Glück war der Info-Abend ein erster Schritt dahin. Ob es genügend Interesse und Bedarf für eine derartige Einrichtung gibt, werde sich zeigen.