Erstellt am 01. Oktober 2015, 05:32

Das Auge Gottes - Kamera ist immer dabei. Pater Josef Grünstäudl lebt sein Hobby seit Kindheit aus. Am liebsten fotografiert er Menschen seiner Pfarren.

Untrennbar zusammen gehören Röhrenbachs Pfarrer Pater Josef Grünstäudl, das Stift Altenburg und die Kamera. Foto: Martin Kalchhauser  |  NOEN, Martin Kalchhauser

Pater Josef Grünstäudl ist in der Region Horn und darüber hinaus vielen aufgrund seiner Liebe zur Fotografie bekannt. Weit über eine Million Bilder hat der Ordensmann des Stiftes Altenburg bereits gemacht, seit seinem 11. Lebensjahr geht der seit kurzem 66-Jährige seinem Hobby nach.

Aktivitäten und lebensfrohe Menschen

„Die Kamera ist immer dabei“, so Pater Josef. An seine erste Kamera kann er sich noch gut erinnern, diese habe damals 180 Schilling gekostet. Am liebsten knipst er Aktivitäten und lebensfrohe Menschen seiner drei Pfarren Dietmannsdorf/Wild, Röhrenbach und St. Marein.

Das Fotografieren liege in seinen Genen, meint der oft scherzhaft als „Paterazzi“ titulierte Ordensmann: Schon die Mutter sei begeisterte Fotografin gewesen, ebenso der Urgroßvater. Dieser habe viele Primizen (erste Messe eines Neupriesters) oder Aufträge von Geistlichen fotografiert, daher seien damals viele Priester ins Haus gekommen, in dem P. Josef aufwuchs.

„Das Haus war aufgrund der Fotokunst meines Urgroßvaters Treffpunkt für zahlreiche Priester. So habe ich viele kennengelernt, und man könnte sagen, dass ich indirekt durch die Fotografie selbst Pfarrer geworden bin“, schmunzelt er.

Bild von Papst Johannes Paul II. als Highlight

Die meisten seiner Bilder stellt der Seelsorger auf die Website der Pfarre Horn. Dort stoßen seine Bilder auch auf großes Interesse. Viele Besucher der Website hätten aus den dort ausgestellten Fotoalben schon Fotobücher gestaltet: „Ich möchte den Menschen damit Freude machen und tue es natürlich auch zur Ehre Gottes.“ Rückmeldungen gebe es sogar aus Vietnam oder dem Iran. „Letzteren hat es zum Beispiel gut gefallen, dass unsere Firmlinge Menschen im Altersheim besuchten.“

Neben Personen hat es dem Ordensmann aber auch die Natur angetan. Er unternimmt zahlreiche Radtouren und war früher begeisterter Bergsteiger. „Mit den Detailaufnahmen von Himbeeren, Blumen oder Tieren will ich die Schönheiten der Schöpfung Gottes darstellen“, erklärt er.

Ein Motiv ist ihm ganz besonders in Erinnerung geblieben: Als der legendäre Papst Johannes Paul II. 1981 angeschossen wurde und nach seiner Genesung wieder fröhlich unter den Menschen weilte.