Erstellt am 22. Juni 2016, 13:35

von Martin Kalchhauser

Deutschkurs bietet wertvolle Basis für Flüchtlinge. Acht Flüchtlinge, die das Bundesgymnasium Horn besuchen, meisterten Sprachprüfung. 20 Lehrer engagiert.

Toller Erfolg für die Schüler des Horner Gymnasiums. Freude über die ohne Ausnahme erfolgreich gemeisterte Deutsch-Prüfung herrscht bei Ahmad Alhamwi, Mojtaba Hosseini, Mohammad Eshmawi, Taha Al Khashmany (hinten, von links), Yamen Ayedi, Tibeh Al Kafagi, Flüchtlingskoordinatorin Brigitta Schnaubelt und Shahad Ibrahim. Eine Kandidatin fehlte beim Fototermin leider krankheitsbedingt. Foto: Martin Kalchhauser  |  NOEN, Martin Kalchhauser
Bei der Sprachprüfung im Rahmen der Deutschkurse für Flüchtlinge, die an fünf Orten in NÖ stattfand, konnten alle acht Horner Kandidaten die an sie gestellten Anforderungen erfüllen.

Die Horner, die am Bundesrealgymnasium Ringstraße in Krems zu ihrer standardisierten Prüfung (Hör- und Leseverständnis, Sprechen), die in Zusammenarbeit mit dem Institut ÖSD abgenommen wurde, antraten, erhielten in feierlichem Rahmen am 13. Juni im NÖ Landhaus aus der Hand von Landesrat Karl Wilfing und Landesschulratspräsident Johann Heuras die Diplome überreicht.

„Das ist bei uns alles schulbegleitend passiert“, freut sich Brigitta Schnaubelt, die das Projekt koordiniert, über den Erfolg ihrer Schützlinge. „Sie haben das ganze Jahr über Deutsch gelernt und die Prüfung, die ihnen das Niveau A1 bzw. A2 bescheinigt, alle mit den Noten Sehr gut oder Gut bestanden.“

Viele Lehrer opferten zahlreiche Freistunden

Am Erfolg seien viele im Lehrer-Kollegium beteiligt, unterstreicht Schnaubelt die Teamarbeit, die für die fremdländischen Gäste geleistet wurde. „Viele Kollegen haben ihre Freistunden geopfert, um mit den Flüchtlingen zu lernen.“

Der Erfolg sei, dass die Gäste an der Schule den Unterricht zum Teil bereits sehr gut mitbekommen. „Aber das Erlernen der Sprache ist die beste Basis, dass sie auch in weiterführenden Schulen oder in einer Ausbildung unterkommen.“

Manche, so Schnaubelt, die als Flüchtlingskoordinatorin an den Allgemeinbildenden Höheren Schulen (AHS) landesweit aktiv ist, würden gerne Matura machen oder eine Fachschule besuchen. Leider sei bei einigen offen, ob sie im Herbst noch an der Schule seien, hat sie die Jugendlichen ins Herz geschlossen. Wenn sie oder ihre Familien Asylstatus bekommen, kommt es oft zu einem Wohnortwechsel.

Egal, wer schließlich in den Genuss des Angebotes kommt, sicher ist schon jetzt, dass das Angebot auch im Schuljahr 2016/17 weitergeführt wird. Schnaubelt: „Die Finanzierung ist zum Glück gesichert.“