Erstellt am 30. Dezember 2015, 04:58

von Martin Kalchhauser

Diebestouren: Kaum Beute, viel Schaden bei Einbruchsserie. Einbrüche in Vereinslokale halten Polizei auf Trab. Erfolg der Ermittler könnte viele Taten auf einmal klären. Appell an Bevölkerung.

 |  NOEN, Shutterstock/Sergey Mironov (Symbolbild)

Eine Einbruchserie hält die Polizei im Bezirk Horn auf Trab. Mehr als zehn Delikte in Vereinslokalen von Jugendorganisationen und Sportklubs ereigneten sich in den vergangenen Wochen in der Region.

Nicht nur die Vorgangsweise ist immer ähnlich. Auch die Bilanz der einzelnen Taten lässt sich gut vergleichen: viel Schaden, wenig Beute.

Prophylaktische Überwachung der Objekte unmöglich

„Es gibt mit hoher Wahrscheinlichkeit auch einen Zusammenhang der Vorfälle bei uns mit ähnlichen Einbrüchen in den Nachbarbezirken Hollabrunn und Waidhofen“, erklärt dazu Bezirkspolizeikommandant Günther Brinnich.

Kurios sei für die Ermittler, dass in fast allen Fällen zwar Schaden angerichtet wurde, jedoch kaum Beute gemacht werden konnte.

„Noch dazu ist ja derzeit im Sportbereich keine Saison – im Sommer würden die Kriminellen wenigstens Zigaretten und Getränke erbeuten.“

Eine prophylaktische Überwachung der Objekte sei unmöglich. Meistens liegen sie außerhalb der Ortszentren (die aufgebrochenen Fischerhütten in Drosendorf sind ein Beispiel), daher gebe es auch keine Zeugen.

„Der Krug geht so lange zum Brunnen, bis er bricht“

Brinnich verspricht, dass die Polizei die Sache auf keinen Fall auf die leichte Schulter nehme. „Wir sichern in allen Fällen Spuren, jeder Vorfall wird exakt aufgearbeitet“, so der Oberst.

„Der Krug geht so lange zum Brunnen, bis er bricht“, ist Brinnich optimistisch. „Wenn einmal eine Tat aufgeklärt wird, gehen sicher mehrere andere auch mit auf.“

Bis dahin hofft der oberste Polizist des Bezirks auf die Mithilfe der Bevölkerung. „Bei verdächtigen Wahrnehmungen sollte man reagieren, sich vor allem Autokennzeichen notieren und die Polizei (133) informieren. Wie immer gilt: lieber einmal zu oft als einmal zu wenig!“

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