Erstellt am 22. Juni 2016, 04:10

von Martin Kalchhauser

Drei Schulen in Horn „geknackt“. HAK, VS und Poly erhielten nächtlichen Besuch. Viel Schaden, kaum Beute.

Ein Bild der Verwüstung: HAK-Direktor Peter Hofbauer vor den Kästen seiner Lehrer, die allesamt aufgebrochen wurden. Foto: Rupert Kornell  |  NOEN, Rupert Kornell

Zielgerichtetes Vorgehen zeichnete bisher unbekannte Einbrecher aus, die in der Nacht von 17. auf 18. Juni in drei Horner Schulen – in der Volksschule, dem Poly und in der HAK – wüteten.

„Täter waren offensichtlich nur auf Geld aus“

„Es ist viel zerstört worden“, berichtet HAK-Chef Peter Hofbauer. „Alle versperrten Lehrer-Kästchen wurden aufgebrochen und durchsucht. Die Täter waren offensichtlich aber nur auf Geld aus.“ Aus einer Handkassa fehlt ein geringer dreistelliger Betrag, Laptops, Tablets, Kameras, ... blieben aber zurück.

„Alle Laden und Kästen waren offen. Sie wurden durchsucht“, meint auch VS-Direktorin Herta Ucsnik. Lediglich aus einer versperrt gewesenen Lade im Lehrerzimmer fehlt eine kleine Summe. Auch hier wurden keine Geräte gestohlen.

War es „eine Tätergruppe ,auf der Durchreise‘“?

Über einen „im wesentlichen nicht sehr hohen“ Schaden berichtet der Direktor der Polytechnischen Schule, Franz Buchinger. „Leider sind wegen der Abrechnung nach einer Projektwoche 800 bis 900 Euro in einem versperrten Kastl gelegen. Die sind weg.“ Das Vorgehen nennt Buchinger „professionell“, vor allem, was das „Abdrehen“ der Schlösser betrifft.

Dass es sich bei den Tätern um Profis handelt, bestätigt ein ermittelnder Kriminalbeamter. „Das war vermutlich eine Tätergruppe ,auf der Durchreise‘“, meint er. „An der Vorgangsweise ist die Handschrift der Profis zu erkennen.“

Warum sie nur auf Geld aus seien? „Weil jedes Gerät eine Registrierungsnummer hat. Wenn sie aber, zum Beispiel bei einer Kontrolle, nur mit Geld erwischt werden, ist es fast unmöglich zu beweisen, dass dieses aus einer kriminellen Tat stammt.“

Die Ermittlungen, auch im Zusammenhang mit ähnlichen Vorfällen, sind im Laufen..