Erstellt am 23. November 2015, 08:24

von Martin Kalchhauser

Flüchtlinge waren die Ehrengäste. Ein volles Haus und tolle Stimmung gab es im Eggenburger Lindenhof-Festsaal beim großen Benefizkonzert für die in der Krahuletzstadt untergebrachten Flüchtlinge.

 |  NOEN, Martin Kalchhauser
45 Jugendliche im Alter von 14 bis 18 Jahren aus verschiedenen Ländern, darunter Syrien und Afghanistan, sind im Lindenhofareal, das der Stadtgemeinde Wien gehört, untergebracht. Freiwillige Helfer der Initiative „Willkommen Mensch in Eggenburg“ betreuen gemeinsam mit der Caritas die unbegleiteten Minderjährigen, die als Ehrengäste beim Konzert im Mittelpunkt standen. Der Erlös des Abends kommt ihnen zugute.

Zwei Ensembles, begeisternde Musik

Neben den in der Region gut bekannten Quartett „Marlyn & Stern“ (Lisa Stern, Eric Spitzer-Marlyn , Claudia Ulmer und Daniel Maurer), die mit Liedern in Deutsch, Slowenisch, Sindebele (Zimbabwe), Furlanisch (Norditalien), Spanisch und Arabisch begeisterten, waren auch zehn Sängerinnen und Sänger aus dem Südburgenland mit ihren Stimmen am Erfolg des Abends beteiligt. Sie nennen sich „da kOhr“ und hatten die Gäste ebenfalls in wenigen Minuten in ihren Bann gezogen. Die Begeisterung kannte keine Grenzen.

Fußballbegeisterung wird unterstützt

Neben einem gemeinsamen Auftritt der beiden Ensembles, die sich dafür nur in einer einzigen Probe in Wien vorbereiten konnten und vom Publikum zu mehreren Zugaben animiert wurden, gab es für die Flüchtlinge eine besondere Überraschung. Konzertorganisator Franz Weber (Verein „Hilfe für’s Leben“) übergab gemeinsam mit dem SV-Horn-Präsidenten Rudi Laudon und Volksbank-Direktor Walter M. Pannagl Dressen und Fußbälle an die Ballspielbegeisterten Gäste. „Vielleicht gibt es ja Nachwuchs für die Eggenburger Fußballer oder den SV Horn!“, meinte er scherzend.

Flüchtlinge haben ein großes Ziel: Lernen!

Bürgermeister Georg Gilli war es vorbehalten, den Sponsoren des Abends zu danken und Wein und Blumengrüße an die Akteure auf der Bühne zu verteilen. Vor den Vorhang geholt wurden aber auch Mitorganisatorin Bernadette Weber, die um die Flüchtlinge bemühten Ehrenamtlichen, vertreten durch Margit Koch und Christine Schneider-Heinz. Letztere hatte in kurzen Interviews drei Flüchtlinge auf der Bühne vorgestellt. Sie bewiesen, dass sie schon ein wenig Deutsch können und haben alle vor allem ein Ziel: Lernen, lernen, lernen … Etwa um später zum Beispiel als Mediziner tätig werden zu können.