Erstellt am 14. April 2016, 06:24

von Michael Schwab

Baby kam schon im Kreisverkehr. Familie schaffte es nicht ins Horner Spital. Vater ist sauer über Gyn-Schließung.

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Beim Kreisverkehr beim Einkaufszentrum in Horn kam das vierte Kind von Martin und Melitta Scheuchenberger aus Eggmanns (Gemeidne Thaya) in der Nacht auf Montag zur Welt.

Ärger über Schließung der Gyn Waidhofen

„Meine Frau hatte um 1:45 Uhr in der Nacht den Blasensprung. Nachdem die Geburtenstation in Waidhofen geschlossen ist, stand entweder das Spital in Horn oder in Zwettl zur Wahl. Wir entschieden uns für Horn, weil die Strecke besser zu fahren ist“, erzählt Martin Scheuchenberger.

Doch bereits auf dem Weg dorthin setzte die Geburt ein. „In Weinpolz war der Kopf des Kindes schon zu spüren. Beim Kreisverkehr in Horn hatten wir den Kopf in der Hand, da habe ich dann den Notruf gewählt“, erinnert sich Scheuchenberger. 

Baby war „blau im Gesicht“

Obwohl sofort ein Rettungswagen losgeschickt wurde, kam das Kind noch im Privat-Pkw zur Welt. Die Nabelschnur hatte sich um den Hals gewickelt, das Baby war „blau im Gesicht“. „Wir haben die Nabelschnur im Auto durchgeschnitten. Wenn das Kind auf der Fußmatte liegt, wird einem schon anders. Nach Waidhofen hätte ich in der Zeit zwei Mal fahren können. Wenn dem Kind etwas passiert wäre, stünde ich heute in St. Pölten“, meint der aufgebrachte Vater.