Erstellt am 10. April 2016, 05:44

von Rupert Kornell

Eisenzeit steht im Blickpunkt. Mit einer Reihe von Schätzen in sechs Räumen warten die Horner Museen auf.

Eines der Prunkstücke der Sammlung aus der Eisenzeit ist dieser Töpferofen aus Baierdorf bei Maissau. Museumskustos Wolfgang Andraschek, Josef Brandner, Amand Körner und Karlheinz Hulka (von rechts) sind stolz, ihn ab sofort in den neuen Museumsräumen präsentieren zu dürfen. Foto: R. Kornell  |  NOEN, R. Kornell

„Mit der Schau über die Eisenzeit und der Erweiterung von vier auf sechs Räume ist die Neuaufstellung der urgeschichtlichen Dauerausstellung abgeschlossen“, freut sich Kustos Wolfgang Andraschek, in den Museen der Stadt Horn seit dem 1. April wieder Neues aus der Zeit von etwa 800 v. Chr. bis zum Beginn der neuen Zeitrechnung präsentieren zu können.

In diese Zeit fällt die Erfindung der Töpferscheibe, weshalb der von Museumsgründer Josef Höbarth in Baierdorf bei Maissau gefundene Brennofen, der rund 2.500 Jahre alt ist, eines der Prunkstücke der Sammlung ist.

In der Garser Katastralgemeinde Maiersch entdeckte er in den 30er-Jahren des vorigen Jahrhunderts in der Flur „Teichfeld“ insgesamt 90 Gräber mit Grabbeigaben, bestehend aus Schmuckgegenständen, Waffen, Vorratsgefäßen und Speisen sowie als Besonderheit auf einem Gefäß eine Abbildung von tanzenden Frauen.

Auch eine Tierfibel aus Bronze oder Eisenschwert und Lanzenspitze eines keltischen Kriegers, gefunden in der ehemaligen Ziegelei Thalhammer in Horn bzw. in Breiteneich, sind in der Ausstellung neben vielen anderen interessanten Gegenständen zu sehen.


Die Horner Museen sind ab sofort jeweils von Dienstag bis Sonntag, 10 bis 17 Uhr geöffnet. Erwachsene zahlen vier, Senioren drei, Schüler und Studenten zwei Euro. Besitzer der NÖ-Card haben freien Eintritt.