Erstellt am 19. Januar 2016, 03:58

von Jutta Hahslinger

Ergaunertes Geld im Internet verzockt. Noch während er Sozialstunden abdiente, machte Horner (18) mit dem Verkauf von nichtvorhandener Ware im Netz munter weiter.

Richter Gerhard Wittmann verhängte über den 18-Jährigen eine Bewährungsstrafe.  |  NOEN, Foto: Hahslinger

"Das war eine Riesendummheit. Ich mache es sicher nie wieder“, beteuerte der 18-jährige Horner, und er gab zu, Waren (Mofa-Motor, Playstation, Mobiltelefone) die er gar nicht hatte, im Netz angeboten und verkauft zu haben.

„Das Geld haben Sie eingestrichen, die Käufer warten aber bis heute auf die Ware“, brachte es Richter Gerhard Wittmann auf den Punkt und hakt nach: „Sie haben schon einmal Besserung versprochen und dann munter weiter gemacht. Sie bekamen eine Diversion gewährt und haben schon 40 Stunden soziale Leistung erbracht, dann wurden Sie rückfällig. Warum?“, wollte der Richter wissen.

2.200 Euro wieder verspielt

„Ich brauchte dringend Geld“, beteuerte der Horner und gestand dann leise: „Zum Zocken im Internet. Ich habe das ganze Geld, rund 2.200 Euro, wieder im Netz verspielt.“

Der einsichtige Hilfsarbeiter wurde wegen Betruges zu einem Monat und 20 Tagen auf Bewährung verurteilt. „Ich hoffe, Sie haben es jetzt wirklich verstanden. Sie alleine entschieden, ob Sie ins Gefängnis müssen oder nicht“, ermahnte ihn der Richter nachdrücklich. Das Urteil ist rechtskräftig.