Erstellt am 15. Oktober 2015, 11:32

von Rupert Kornell

Ernennungsurkunde für ersten FF-Juristen. Horns Stadtamtsdirektor Johann Steininger, seit bereits 44 Jahren Mitglied der Feuerwehr, ist erster Bezirksfeuerwehrjurist.

Bezirkshauptmann Johannes Kranner (rechts), Landtagsabgeordneter Jürgen Maier und Sascha Plessl, der Kommandant-Stellvertreter der Freiwilligen Feuerwehr Japons, gratulierten Johann Steininger, Stadtamtsdirektor in Horn und langjähriges FF-Mitglied in seinem Wohnort Japons, zur Ernennung zum „Bezirksfeuerwehrjuristen“. Das Dekret überreichte ihm Bezirksfeuerwehrkommandant Werner Loidolt (von links). Foto: Rupert Kornell  |  NOEN, Rupert Kornell
Mit einer Überraschung wartete Bezirksfeuerwehrkommandant Werner Loidolt bei einer Feierstunde im Horner Museum auf, als er dem Horner Stadtamtsdirektor Johann Steininger die Ernennungsurkunde zum „Bezirksfeuerwehrjuristen“ überreichte.

„Du bist schon 44 Jahre bei der Feuerwehr, zwei Jahre länger als ich, zuletzt 23 Jahre in deinem Wohnort Mitglied der FF Japons, und du warst schon immer mein juristischer Berater“, eröffnete Loidolt seine Wortmeldung und erinnerte daran, dass Steininger 2007 der erste FF-Jurist im Bezirk war.

In Freizeit an Stellungnahme zum neuen Gesetz mitgearbeitet

Dieses „Amt“ wurde vor kurzem neu vom Landesfeuerwehrverband eingeführt, der Bezirksfeuerwehrjurist ist gleichsam der Erste unter den vier Feuerwehrjuristen, die es derzeit im Bezirk Horn gibt.

Diese Anerkennung wurde Steininger nicht wegen seiner langjährigen Tätigkeit, sondern seiner peniblen Arbeit wegen zuteil, hatte er doch in einer landesweit anerkannten Arbeit aufgelistet, wie lange Feuerwehrhelme verwendet werden können.

„Das ist von Hersteller zu Hersteller verschieden“, so Loidolt. „Steininger hat aber nachgewiesen, dass – nach entsprechender Sichtprobe, wenn keine Mängel festgestellt werden – über deren Angaben hinaus die Schutzhelme verwendet werden können und so Geld gespart wird.“ Außerdem habe er ebenfalls unbezahlt und in seiner Freizeit an einer Stellungnahme zum neuen Feuerwehrgesetz 2016 mitgearbeitet.

„Ich danke für die Anerkennung und den Vertrauensvorschuss“, meinte der Geehrte und berichtete, dass er sich bereits mit einer neuen Aufgabe beschäftige, nämlich mit der Arbeit an Schulungsunterlagen – natürlich auch in der Freizeit.