Erstellt am 28. Oktober 2015, 10:42

von Martin Kalchhauser

„Alko-Lenker“ hatte einen Schlaganfall. Unter Alkoholverdacht stand ein 78-jähriger Hötzelsdorfer nach einem Unfall in Etzelsreith, während die Polizei nach ihm suchte.

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Doch es stellte sich heraus, dass der Pensionist, der nach einem Unfall mit Blechschaden einfach weitergefahren war, einen Schlaganfall erlitten hatte.

„Ich glaube, der Lenker ist betrunken!“

Telefonisch hatte ein 36-jähriger Irnfritzer Pkw-Lenker über Notruf 133 am 25. Oktober gegen 18.40 Uhr angezeigt, dass ihn ein entgegenkommender Verkehrsteilnehmer mit seinem Pkw in Etzelsreith im Zuge der Landesstraße 42 gerammt hatte. „Der ist einfach weitergefahren. Und ich vermute, dass er betrunken ist, weil er immer wieder so weit links gefahren ist“, meldete der Anrufer.

Polizisten leisteten Erste Hilfe

Aufgrund der Angaben des Melders war der Unfallgegner rasch ausgeforscht. Die Besatzung eines Streifenwagens der Polizeiinspektion Geras hielt den Lenker unweit des Unfallortes in Hötzelsdorf im Bereich der dortigen Bahnunterführung an. Er wirkte dabei desorientiert und klagte über Atembeschwerden und leichte Übelkeit. Da den Beamten der Gesundheitszustand des Mannes bedenklich erschien, verständigten sie den Rettungsdienst und leisteten bis zum Eintreffen des Rotkreuz-Teams Erste Hilfe.

Diagnose klar: Es war ein Schlaganfall!

Im Horner Landesklinikum gab es in der Folge rasch Klarheit: Es handelte sich um einen akuten Schlaganfall, der Patient benötigte dringend eine Therapie. An den Fahrzeugen beider beteiligter Unfalllenker entstand beim Unfall übrigens nur geringfügiger Schaden. Unter anderem wurden die beiden linken Außenspiegel demoliert.