Erstellt am 22. November 2015, 10:08

von Martin Kalchhauser

Fast 200 bei Windkraft-Demo in Horn. Fußmarsch vom EKZ ins Zentrum. Kundgebung am Kirchenplatz.

Alt-Abt Joachim Angerer (im Bild bei der Kundgebung am Horner Kirchenplatz) unterstützt die Gegner von Windparks im Wald: »Helft zusammen, bleibt wach!«  |  NOEN, Martin Kalchhauser

Vom angesagten Regen blieben die Teilnehmer der Demonstration gegen Windkraftanlagen im Wald am Samstag verschont. Fast 200 Menschen trotzten beim Eintreten für ihr Anliegen, der Verhinderung riesiger Windkraftanlagen im Wald, der Kälte. Sie machten sich bei der von der Bürgerinitiative „Lebenswertes Sigmundsherberg“ in der Person ihres Gemeinderats Franz Radaschütz initiierten Kundgebung vom EKZ Horn auf den Weg Richtung Zentrum.

Appelle und Kritik an Landesrat Pernkopf

In Polizeibegleitung wurde die Goldene Meile entlangmarschiert, wobei es im Samstagvormittagsverkehr zu zeitweilige starken Verkehrsbehinderungen kam.
 

x  |  NOEN, Martin Kalchhauser

Auf zahlreichen mitgetragenen Transparenten machten die Teilnehmer, unter ihnen auch Vertreter anderer Anti-Windkraft-Aktivisten aus dem Bezirk Horn und Vertreter weiterer Bürgernitiativen aus dem gesamten Waldviertel, auf ihr Anliegen aufmerksam. Appelle bzw. Kritik richteten sich dabei vor allem gegen die „profitgierigen Betreiber“ und den in NÖ für die Thematik zuständigen Landesrat Stephan Pernkopf.

„Keine Industrieanlagen im Waldgebiet!“

Bei der Kundgebung am Kirchenplatz ergriffen unter anderem Alt-Abt Joachim Angerer vom Stift Geras und Musiker Roland Neuwirth das Wort. Tenor der Redner: Riesige Industrieanlagen im Wald zerstören das Waldviertel, das derzeit noch durch Naturnähe und Unberührtheit punkte.

Angesichts der Tatsache, dass das ehrgeizige Energie-Ziel des Landes (100 % der Stromerzeugung aus erneuerbarer Energie) bereits erreicht sei, stelle der Plan der Errichtung von neuen Anlagen im Waldviertel eine völlig unnötige Naturzerstörung dar.

Mehr in der NÖN-Kaufzeitung am Mittwoch!