Erstellt am 19. November 2015, 04:33

von Rupert Kornell

Ferkel „Nigi“ hat fünf Beine. Unter einem Wurf von neun Ferkeln auf dem Hof des Etzmannsdorfer Landwirts Johann Scheichl ist „Nigi“ der Liebling.

Sprichwörtlich »sauwohl« fühlt sich das fünfbeinige Ferkel »Nigi« unter seinen acht Geschwistern im Stall von Johann Scheichl, der in Etzmannsdorf bei Gars eine Landwirtschaft mit dem Schwerpunkt Schweinezucht betreibt. Eine derartige Anomalie ist ihm bisher noch nicht untergekommen, auch für den Horner Tierarzt Martin Schleritzko ist dies eine absolute Seltenheit (Seite 22).  |  NOEN, Rupert Kornell, Martin Kalchhauser
„Ich habe zuerst meinen Augen nicht getraut, als ich das Schwein gesehen habe, aber mittlerweile ist es mir ans Herz gewachsen und wird speziell betreut“, weiß der Etzmannsdorfer Landwirt Johann Scheichl über eine Besonderheit der Natur, ein Schwein mit fünf Beinen, zu berichten.

„Fühlt sich im wahrsten Sinn des Wortes sauwohl“

Es war ein Wurf von neun Ferkeln, über den er sich vor etwa sieben Wochen freuen konnte. „Ich bin schon lange Schweinezüchter, aber so etwas ist mir noch nie untergekommen“, erzählt Scheichl.



Und dieses besondere Tier, „Nigi“ genannt, stand natürlich besonders unter seiner Beobachtung: „Es ist überhaupt nicht auffällig, frisst wie alle anderen, läuft wie alle anderen im Hof und im Stall herum, fühlt sich im wahrsten Sinn des Wortes sauwohl.“

„Anderes wie Lippen-Gaumen-Spalte ist häufiger“

„So etwa kommt gelegentlich vor,“ erklärt der Horner Tierarzt Martin Schleritzko. „Das gibt es bei Schweinen aufgrund der kurzen Generationenfolge – normal sind zwei Würfe pro Jahr mit insgesamt rund zwei Dutzend Ferkel im Durchschnitt.“

In seinen 25 Jahren als Tierarzt hat er selbst erst einmal ein Ferkel mit zwei Köpfen gesehen, ebenso ein fünfbeiniges Schwein. „Aber andere Anomalien wie etwa eine Unterkieferverkürzung oder eine Lippen-Gaumen-Spalte kommen häufiger vor.“ Auf die Lebensfähigkeit der Tiere habe das aber keinen besonderen Einfluss.

Während Johann Scheichl die jungen Schweine nach erfolgreicher Mast an Fleischhauer weitergibt, kommt das für den fünfbeinigen „Nigi“ nicht in Frage: „Der bleibt auf jeden Fall bei uns.“ Und Partnerin Monika Steiner nickt zustimmend …