Altenburg

Erstellt am 13. Oktober 2016, 02:49

von Martin Kalchhauser

Weihefeier für die Glocke „Gloriosa“. Guss des 3.100 Kilogramm schweren Exemplars für Altenburg gelang im zweiten Anlauf.

Erfolg im zweiten Anlauf: Die Altenburger Glocke wurde am 23. September, 15 Uhr, in Karlsruhe gegossen und erhält am kommenden Sonntag in einem Gottesdienst um 14 Uhr im Stift die Weihe.  |  Stift Altenburg

Endlich! Jetzt kann die beim Turmbrand 1820 vernichtete große Glocke des Stiftes Altenburg ersetzt werden.

NÖN-Leser erinnern sich: Groß war die Enttäuschung, als der erste Guss der neuen Glocke am 18. März in der Gießerei Bachert in Karlsruhe misslang. Doch zum Glück gab es einen zweiten Anlauf, der klappte: Am Freitag, 23. 9., 15 Uhr, kam die Altenburger Glocke in Deutschland „zur Welt“.

Ermöglicht wurde dies durch die Robert Sonnleithner Privatstiftung, die die Kosten für die Herstellung der Glocke „Gloriosa“ übernahm. Sie ist ca. 3.100 Kilogramm schwer und erklingt im Ton „h“.

Im Benediktinerstift geht damit eine arbeitsintensive Zeit ihrem Ende zu. Denn alle Glocken bekamen heuer neue Klöppel, die durch sanften Anschlag besonders schonend sind. Die wertvolle historische Glocke von Mathias Piringer kam am 19. Juli aus der Restaurierung (in der Werkstätte der Firma Lachenmeyer) aus Nördlingen in Deutschland zurück.

„Sehr beeindruckend war die Anlieferung des großen Holzjoches aus massiver Eiche für die neue große Glocke“, ist Abt Thomas Renner beeindruckt. „Auch das große Joch wurde bereits auf den Turm aufgezogen, alle Elektroinstallationen durchgeführt, Motor und Schwungrad in Position gebracht – also alles ist vorbereitet für die große Glocke und den besonderen Festtag für die Weihe.“

Jetzt rüstet man für die große Feier am Sonntag, 16. 10., bei der die „Gloriosa“ nach der Weihe im Rahmen des Gottesdienstes (14 Uhr) aufgezogen wird. Danach werden alle Glocken der Stiftskirche zum ersten Mal gemeinsam erklingen.