Drosendorf-Zissersdorf

Erstellt am 12. Juli 2017, 04:08

von Martin Kalchhauser

Drosendorf: Polit-Streit um Kunst im Freibad. Für VS-Chefin Beatrix Hengstberger war Malaktion mit Kindern politisch motiviert.

Künstler Leonardo Moro ist über den Polit-Zwist schwer enttäuscht.  |  Martin Kalchhauser

Um eine harmlose Malaktion der Volksschule Drosendorf im Terrassenbad ist in der Gemeinde ein Zwist entbrannt. Grund: Die Direktorin verbot die Weiterleitung eines Fotos der Volksschüler, weil Initiator Leonardo Moro angeblich zur oppositionellen „Frischen Liste Drosendorf“ (FLD) gehört.

Kinder malten Thaya, Foto durfte nicht sein

Der gebürtige Kolumbianer Moro, der seit 2016 Pächter des Freibadbuffets ist und schon mehrere künstlerische Akzente gesetzt hat, ist enttäuscht: „Ich bin kein Aktivist der Frischen Liste!“ Im Rahmen der Aktion „Freunde der Thaya“ malten die Kinder einen Fluss auf den Boden des Bades und setzten ihre Namen dazu. Ein „Foto für die Zeitung“ durfte aber nicht sein.

„Gehöre nicht zur ,Frischen Liste’!“ Der Künstler Leonardo Moro, der Pächter des Terrassenbades Drosendorf ist, ist über den Polit-Zwist über seine Malaktion mit Volksschülern schwer enttäuscht.  |  Martin Kalchhauser

„Das war vermutlich, weil FLD-Stadtrat Leopold Meiringer für das Bad zuständig ist“, ärgert sich FLD-Gemeinderat Roman Deyssig und nennt Direktorin Beatrix Hengstbergers „Foto-Verbot“ politisch motiviert. Meiringer: „Ich finde diese Sache schrecklich. Es gab keinen Gedanken, da politisches Kapital zu schagen – es wäre aber tolle Werbung für das Bad gewesen.“

„Sicher eine nette Geschichte, aber der Ablauf war fragwürdig“, fühlt sich Direktorin Hengstberger übergangen. „Ich war nicht informiert.“ Man hätte die Aktion über den Kultur-Verein KUKUK spielen können, aber so „hat das schon nach der Frischen Liste ausgesehen. In Drosendorf ist das sehr heikel. Ich will nicht zwischen die politischen Fronten geraten!“