Erstellt am 20. Februar 2016, 09:44

von Rupert Kornell

„Ganz Gars“ auf der Burg. Burg Gars-Geschäftsführer Rudolf Berger setzt – neben der Oper – auf Konzerte und eine Veranstaltungsreihe mit Garsern für Garser in der Burg und auf der großen Bühne.

Prägende Veranstaltungen in der neuen Saison auf der Babenbergerburg werden für Rudolf Berger, den Geschäftsführer der Burg Gars GmbH, die große Verdi-Oper »Otello« ab 15. Juli und zuvor am 4. Juni das »Corvus Corax«-Konzert sein. Foto: Rupert Kornell  |  NOEN, Rupert Kornell

Seit dem 1.11.2014 ist Rudolf Berger Geschäftsführer der Burg Gars GmbH, deren Ziel die bessere Vermarktung der Babenbergerburg ist. Die NÖN bat ihn zum Gespräch über Erreichtes und neue Pläne.

NÖN: Das Jahr 2015 hat ja einige Neuerungen gebracht, was das Bespielen der Burg betrifft. Sind Sie mit dem Erreichten zufrieden?

Berger: Man darf nie zufrieden sein, sonst macht man keine Fortschritte, aber für das erste Jahr bin ich es durchaus. Dafür, dass es – die Oper ausgenommen – zuletzt auf der Burg recht ruhig war, wurde das Angebot gut angenommen. Bei dem einen oder anderen Termin hätte ich mir doch etwas mehr Leute gewünscht, aber so ist es halt, wenn man neu am Platz ist.

Meinen Sie etwa das Gastspiel der Waldviertler Hofbühne Pürbach oder die Serie mit Roland Düringer?

Genau, aber bei Düringer, der ein ganz spezielles, anspruchsvolles Programm absolviert hat, war es mir lieber, dass hundert Leute wirklich mitgemacht haben als 400, von denen dann die Hälfte sagt: „Das ist aber nicht der Düringer, den ich kenne.“ Und beim Theater muss man lernen, wie man das besser unter die Leute bringt.

Und das Wetter hat ja auch nicht gerade mitgespielt.

Bei Düringer hat es geholfen, denn drinnen war alles viel dichter. Die Song-Contest-Übertragung musste auch in die Burg verlegt werden, was Leute gekostet hat, aber die – kostenlose – Image-Werbung für Gars und die Burg war enorm. Und auch das Otto Lechner-Konzert war sensationell, weil trotz strömenden Regens 80 Leute bei der Hauptkasse gestanden sind und unter der Tribüne mitgelebt haben. Mein persönlicher Höhepunkt war der Auftritt des finnischen Chores.

„Ein Fotograf will eine Hochzeitsmesse veranstalten“

Das war jetzt die Veranstaltungsschiene, aber wie sind die – auch sehr propagierten – Hochzeiten auf der Burg gelaufen?

Ausgezeichnet. Wir sind ein bisschen Opfer unseres eigenen Erfolges. Im Vorjahr hatten wir fünf Hochzeiten, heuer noch mehr und nur mehr ein Termin ist frei. Man muss ja auch die Opernproben, -aufführungen und andere Veranstaltungen berücksichtigen. Und weil ein Fotograf im Vorjahr Gefallen an diesem Ort gefunden hat, will er eine Hochzeitsmesse auf der Burg veranstalten.

Womit wir bei den Vorhaben für 2016 angekommen sind.

Das Jahr wird sehr heftig beginnen, weil wir den ganzen April über mit der Gemeinde an einer Leistungsschau, genannt „Ganz Gars“, arbeiten. Beginnen wird die Veranstaltungsreihe mit der zehnten Weintaufe am 2. April samt Ausstellung der Originalbilder der bisher gestalteten Etiketten. Dazu kommen die Konzerte des Gesang- und Musikvereins, Kurt Reischers Frühlingsclubbing, die bereits 15. Sepp Fiedler-Ausstellung, ein Chanson-Abend, eine Einführung zur Oper „Otello“ mit Intendant Johannes Wildner, ein Richtfest anlässlich der Arbeiten am Nordturm mit historischem Rundgang zu mittelalterlicher Musik. Dazu kommt der „Babenberger-Ball“ der Jugend am 24. April und als Abschluss eine große Ausstellung mit tollen Bildern Prominenter der Eggenburgerin Margarete Jarmer und von Reinhard Podolsky aus Burgschleinitz.

Das ist aber sicherlich noch nicht alles.

Natürlich nicht. Außer der Oper, Premiere ist am 15. 7., gibt es noch ein Konzert mit den Altenburger Sängerknaben, der Mittelalter-Rockband „Corvus Corax“ und ein weiteres Konzert im August, das zur Oper passt. Mehr will ich dazu nicht verraten. „Rock the Castle“ gibt es auch wieder und dann noch ein Druidenfest im September und … In den nächsten Tagen wird man auf www.burggars.at alle Termine nachlesen können.

Und die Finanzen reichen für alle diese Vorhaben?

Die Veranstaltungen rechnen sich übers Jahr schon, selbstverständlich unter Berücksichtigung der Subventionen von Land und Gemeinde. Ohne die ginge es nicht.