Erstellt am 20. März 2015, 05:05

von Martin Kalchhauser

Gräff & Gräff im Vergleich. In Krems sind Werke der beiden Garser Künstler gemeinsam zu sehen."Dialog" der starken Bilder macht den besonderen Reiz der Schau aus.

Die Künstler Helmuth und Matthias Laurenz Gräff mit Galeristin Dalia Blauensteiner bei ihrer Ausstellung in ihrer Galerie Daliko.  |  NOEN, Johann Lechner
„Zwischen den Welten … Zwischen den Generationen“ ist der Titel der aktuellen Ausstellung der Garser Künstler Helmuth und (Sohn) Matthias Laurenz Gräff in der Kremser Galerie Daliko. In ihren auf den ersten Blick sehr ähnlichen Bildern gehen die beiden Künstler eigenständige Wege.

Lob fand der Kremser Vizebürgermeister Wolfgang Derler im Zusammenhang mit der Schau für Galeristin Dalia Blauensteiner. „Es gibt hier immer wieder besondere Ausstellungen, auch von Künstlergruppen. Der Dialog ist hier quasi an der Tagesordnung.“

Günter Stummvoll, dem langjährigen Nationalratsabgeordneten, der beide Künstler zu seinen Freunden zählt, war es vorbehalten, sie den Gästen der Vernissage vorzustellen. „Ich bewundere deinen Mut und dein Selbstbewusstsein, dich in dieser Ausstellung einem Vergleich zu stellen“, wandte er sich an Gräff Sohn. „Ich weiß, dass sich Kinder bekannter Väter in der Regel schwerer tun.“

"Bilder haben seelisch-geistigen Hintergrund"

Vater Gräff bezeichnete der Ex-Politiker als „einen, der keine Marktforschung betreibt, welche Bilder sich gut verkaufen, sondern der auch schwierige Themen wählt.“ Die geistige Auseinandersetzung mit Philosophie und Religion, etwa mit tibetischen Meistern, mache das Besondere an den Bildern des Gräff sen. aus. „Dadurch haben die Bilder etwas, das sie bei vielen anderen Malern nicht haben, nämlich einen seelisch-geistigen Hintergrund.“

Einen großen Künstler zeichne zudem aus, dass er nicht nur in der engeren Umgebung bleibe, sondern die Herausforderung buchstäblich der ganzen Welt suche. Damit spielte Stummvoll auf die Malreisen an, die Gräff immer wieder nach Italien und Frankreich, zuletzt sogar auf Bali führten.

Den jungen Gräff charakterisierte Stummvoll als einen, „der sich zutraut, in die großen Fußstapfen seines Vaters zu treten, zugleich aber diesen nicht unmittelbar folgt, sondern seinen eigenen Weg geht“. Er habe diesen Weg schon gefunden, und für einen jungen Künstler sei das allerwichtigste „das Vertrauen in die eigene Stärke“.