Gars am Kamp

Erstellt am 22. April 2017, 03:35

von Rupert Kornell

Ostern auf der Burg: Drei Tage, drei Premieren. Für die Saisoneröffnung der Reihe „Ganz Gars …“ wurden der Nordturm begehbar gemacht, die Ostereiersuche auf die Burg verlegt und der Garser Wein getauft.

Das 3D-Modell der „alten“ Burg im nun begehbaren Nordturm bestaunten Burg Gars-Geschäftsführer Rudolf Berger, Bürgermeister Martin Falk, Gemeinderat Gerald Steindl, Projektleiter Rene Steininger, Bauforscher Oliver Fries, Pfarrer Josef Zemliczka und Opernintendant Johannes Wildner (von links).  |  Rupert Kornell

Mit gleich drei Premieren konnte die Veranstaltungsreihe „Ganz Gars …“ an ihrem ersten Wochenende aufwarten: Am Karsamstag wurde die Aussichtswarte auf dem Nordturm eröffnet, am Ostersonntag die Eiersuche vom Wörth auf das Burggelände verlegt (mehr auf Seite 25) und am Ostersonntag der Garser Wein mit den Sängern der „Zauberflöte“ als Paten getauft.

„Es erfüllt mich mit Freude und Stolz, dass wir einen leistbaren, umsetzbaren und nachhaltig wirkenden Hotspot eröffnen können und für Gars wieder eine neue Attraktion geschaffen wurde“, erklärte Gerald Steindl als für die Burg Gars zuständiger Mandatar bei der Eröffnung des nun begehbaren Nordturms.

„Es ist ein Kleinod von imposanter Gestalt. Dieses Kulturgut zu erhalten und zu beleben, das ist unsere Aufgabe“, fügte Bürgermeister Martin Falk hinzu. Gut 150 Interessierte hatten sich am Nachmittag des Karsamstags im Burghof eingefunden, um dem von den „Turmbläsern“ der Bürgermusikkapelle umrahmten Festakt beizuwohnen, dem eine Fechtergruppe einen mittelalterlichen Anstrich gab.

104 Stufen führen auf 21m hohen Nordturm

Projektleiter Rene Steininger, der mit seinem Team von Holzbau Unfried für den Innenausbau und damit die Begehbarkeit des Turms mit Ausstellungsflächen und Aussichtsmöglichkeit gesorgt hatte, erläuterte die technischen Schwierigkeiten, die es zu lösen galt: „Immerhin mussten 430 kg schwere Balken nicht mittels Kran, sondern per Seil bis zu 20 m hoch aufgezogen werden.“

Außerdem musste das Holz genau in die „Bestandslöcher“, dort, wo vor über 900 Jahren die Balken eingearbeitet waren, gepasst werden. Mit einer weiteren Problematik hatte Bauforscher Oliver Fries zu kämpfen, zuständig für die Mauersanierung, ebenfalls in Absprache und Zusammenarbeit mit dem Denkmalamt: „Wir mussten eine Mörtelmischung finden, die genau wie damals die Steine zusammenhält.“

Ab sofort ist nun der 21 m hohe Turm über 104 Stufen täglich von 7 bis 20 Uhr begehbar und die Ausstellung über die Geschichte der Burg samt einem 3D-Modell um nur einen Euro zu besichtigen.

„70.000 Flaschen Garser Wein und Sekt wurden bisher getrunken“

Zur bereits elften Weinsegnung, wieder durch Pfarrer Josef Zemliczka, luden Bürgermeister Martin Falk und Alexander Höchtl, Obmann des Vereins für Tourismus und Wirtschaft, in den Rittersaal der Burg. Dort ließen erstmals die Stars der „Zauberflöte“, der diesjährigen Oper auf der Burg, ihre tollen Stimmen erklingen und gaben dem Sekt sowie dem Rot- und Weißwein ihre Rollennamen: „Königin der Nacht“ Tehmine Zaryan, „Papagena“ Katharina Tschakert und „Papageno“ Liviu Holender.

Mit Günter Nastl aus Langenlois gab es einen neuen Sieger beim Riesling-Sekt, mit Peter Schweiger, ebenfalls aus Lan genlois, einen Neuen beim Weißwein, einem Grünen Veltliner DAC vom Kogelberg mit 12,5 %, gleich viel Volumsprozent hat der 2015er Blaue Zweigelt von Anton Waldschütz aus Oberndorf im Straßertal.

„Rund 70.000 Flaschen Garser Wein und Sekt wurden bisher getrunken“, so Falk, „und ich denke, dass diese Erfolgsgeschichte auch heuer weitergeschrieben wird.“