Gars am Kamp , Wien

Erstellt am 19. Oktober 2016, 05:44

von Rupert Kornell

Auszeichnung für Andrea Scherney. Mehrfache Paralympics-Siegerin und Weltmeisterin in Wien für Lebenswerk geehrt.

Die Garserin Andrea Scherney wurde von Wiens Stadtrat Andreas Mailath-Pokorny (rechts) und ORF-Sportchef Hans-Peter Trost bei der Sportstars-Gala im Wiener Rathaus für ihr Lebenswerk geehrt.  |  NOEN, stadtwienmarketing

„Trotz aller Ehrungen bisher – ich habe mich schon extrem gefreut“, ist Andrea Scherney zu Recht stolz auf die Auszeichnung für ihr Lebenswerk, die ihr der Wiener Stadtrat Andreas Mailath-Pokorny und ORF-Sportchef Hans-Peter Trost im Rahmen der Sportstars-Gala im Wiener Rathaus im Beisein ihres Gatten Sepp Loisinger überreicht haben.

„Ein bisserl getroffen hat es mich schon, als ich vor ein paar Wochen den Fünfziger gefeiert habe“, erzählt sie schmunzelnd, „und jetzt hab ich mir gedacht: ,Um Gottes Willen, du wirst alt‘. Aber dann habe ich diese Auszeichnung als besondere Ehre nicht nur für meine sportlichen Erfolge gesehen, sondern auch für das, was ich außerhalb des Sports geleistet habe.“

Heimatgemeinde ehrte sie mit Benennung einer Straße

Die gebürtige Garserin ist schon seit Jahren Sportdirektorin des Österreichischen Behindertensportverbandes und Lehrbeauftrage an der Sportuniversität und der Sportakademie Wien. Ihre größten Erfolge feierte sie bei den Paralympics 1996 in Atlanta (Gold im Speerwurf) sowie 2004 in Athen und 2008 in Peking (jeweils Gold im Weitsprung), dazu kommen noch etliche Weltrekorde, zehn Welt- und drei Europameistertitel sowie eine Fülle von „Stockerlplätzen“ bei derartigen Großereignissen.

Fünfmal Österreichs Behindertensportlerin des Jahres sowie Goldenes und Großes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich waren die bisherige „Ausbeute“ Scherneys, der als 20-Jährige nach einem Motorradunfall der linke Unterschenkel amputiert werden musste. Auch ihre Heimatgemeinde ehrte sie mit der Benennung einer Straße und dem Silbernen Ehrenring.

Eines ist für Scherney jedenfalls klar: „Die Auszeichnungen für die Behindertensportler sind nicht zuletzt aufgrund der Erfolge auch in Rio nicht zu übersehen. Das ist für mich Auftrag, weiter für sie zu kämpfen!“