Erstellt am 22. Oktober 2015, 05:02

von Rupert Kornell

Fleischhauer bewahrten Tradition. Die Zunft der Fleischhauer zeichnete langjährige Mitglieder aus und nahm Alexander Lemp als „Neuen“ auf.

Zunftmeister Josef Höchtl (Mitte) zeichnete Helmut Harold (20 Jahre Mitglied) und Hannes Rottensteiner (Chefredakteur der Fleischerzeitung) mit dem Goldenen Zunftsiegel aus, Anton Mück (Unterstützer) und Gerhard Kröpfl (zehn Jahre Mitglied, von links) mit jenem in Silber. Foto: Rupert Kornell  |  NOEN, Rupert Kornell

In seinem mittlerweile 51. Jahr als Zunftmeister eröffnete Josef Höchtl den bereits 480. Jahrtag der „Zunft der Fleischhauer in Gars“ und versprach, auch in Zukunft die Tradition hochzuhalten.

So wie jedes Jahr seit der Gründung im Jahr 1535 versammelten sich auch diesmal die Zunftbrüder und –schwestern, um den Rechenschaftsbericht über das vergangene Jahr zu hören, die feierliche Zunftmesse in der Pfarrkirche zu feiern und sich anschließend zum Zunftmahl bei „Poldiwirt“ Alexander Höchtl einzufinden.

Lemp nimmt Ponstingls Platz ein

In seinem Rückblick erinnerte Josef Höchtl an die Anschaffung einer neuen Zunftfahne vor zwei Jahrzehnten und dass diese nun habe gereinigt werden müssen, was er aus eigener Tasche finanziert habe.

Da nach dem unerwarteten Tod Josef Ponstingls aus Mörtersdorf (Höchtl: „Wir werden ihn als liebenswertes Mitglied in dankbarer Erinnerung behalten.“) ein Platz in der Runde der Zwölf frei geworden ist, wurde der 22-jährige Alexander Lemp aus Preinreichs bei Krumau, der bei der Firma Graf in Langenlois seine Lehre abgeschlossen hat und auf dem Weg zur Meisterprüfung ist, einstimmig in die Zunft aufgenommen.

Für ihre Verdienste um die Zunft bzw. langjährige Mitgliedschaft wurden Anton Mück und Gerhard Kröpfl mit dem „Silbernen Zunftsiegel“, Helmut Harold und Hannes Rottensteiner mit dem „Goldenen Zunftsiegel“ ausgezeichnet.