Erstellt am 07. April 2016, 05:34

von Martin Kalchhauser

Gastronomie-Ära mit 2016 zu Ende. Letzte Saison: Heidi Kalss verlässt Ende des Jahres nach 18 Jahren den Schlossgasthof Rosenburg.

Schlossgasthof-Pächterin Heidi Kalss mit ihrem Küchenchef Igor Priesol (rechts), der mit ihr auf die Rosenburg kam, und Sous-Chef Peter Matuš: „Viele Vereinbarungen wurden nicht gehalten.“ Ende 2016 ist für die engagierte Unternehmerin nach 16 Jahren Schluss. Foto: Martin Kalchhauser  |  NOEN, Martin Kalchhauser

Dieses Jahr geht auf der Rosenburg eine Ära zu Ende: Schlossgasthof-Pächterin Heidi Kalss wird ihren Pachtvertrag mit der Familie Hoyos mit Dezember 2016 lösen. „Es ist richtig, heuer ist meine letzte Saison“, erklärt Kalss, die ihren treuen Gästen ermöglichen will, noch ausstehende Gutscheine für Brunch und Candlelight-Dinner einzulösen.

Ein Abschied mit Wehmut: „War gerne hier“

Im Frühling 1999 hat die „Schlossgasthof-Wirtin“ hier ihre Tätigkeit aufgenommen – in einem von Grund auf renovierten Lokal, das vorher nur eine „Spelunke“ war. Das Haus wurde zum Treffpunkt der Kulturen und Religionen sowie Schauplatz zahlreicher Benefiz-Veranstaltungen.

Kalss geht mit Wehmut. „Ich bin gerne hier gewesen, der Platz hat mir gut gefallen. Und ich wünsche mir einen ruhigen. schönen Übergang“, meint sie, kann aber nicht verhehlen, dass es gerade zuletzt wiederholt Auffassungsunterschiede zur Eigentümerfamilie Hoyos gegeben habe, etwa bei der Höhe der Pacht.

Die Kooperation habe laut Kalss vor allem zu wünschen übrig gelassen, seit in der benachbarten Taverne im Schloss ein anderer Gastwirt eingezogen („Da wurde eine mündliche Abmachung gebrochen.“) und von Seiten der Burg stark gepusht worden sei.

Kalss habe von sich aus die Taverne aufgegeben, entgegnet Petra Hoyos. „Und wir haben in Karl Schwillinsky einen tollen Pächter gefunden, der erfolgreich ist und mit dem Schlossgasthof gar nicht in direkter Konkurrenz steht.“ Auch Kritik an der Höhe der Pacht sei nicht gerechtfertigt: „Sie deckt nicht einmal die Abschreibkosten, die wir für den Gasthof haben.“ Hoyos wünscht sich wie Kalss ein einmütiges Finale: „Ich hoffe doch, dass wir hier alle an einem Strang ziehen!“