Erstellt am 29. Oktober 2015, 05:17

von Martin Kalchhauser

Buchingers sechste Haube in Serie. Freude im Gasthof Buchinger: Einziger von Gault-Millaut „gekrönter“ Betrieb im Bezirk Horn. „la pura“ knapp an der Auszeichnung vorbei.

Andreas Buchinger (27) vom Landgasthaus Buchinger in Harmannsdorf, der sich die sechste Gault-Millaut-Haube in Serie erkochte: »Schöne Bestätigung dafür, dass es Sinn hat, was man macht.« Foto: Martin Kalchhauser  |  NOEN, Martin Kalchhauser
Gut, dass Andreas Buchinger (27) seine sechste Haube in Serie erkochen konnte. Sonst wäre der Bezirk bei der diesjährigen Wertung des Restaurantführers Gault-Millau ganz leer ausgegangen …

Das „la pura“-Restaurant in Gars verpasste die begehrte Auszeichnung diesmal um einen halben Punkt (12,5).

„Natürlich freut man sich immer über eine solche Auszeichnung, aber die ,haute cuisine‘ ist bei uns nicht so entscheidend“, tröstet sich Hotelmanagerin Sandra Gneist über den Abstieg hinweg. „Eine Haube wäre ein nettes Beiwerk, denn unser Schwerpunkt liegt auf den Hotelgästen und der gesunden Küche.“

„Bestätigung dafür, dass Arbeit Sinn macht“

Im Gegensatz zu einer früheren Bewertung war für die Familie Buchinger in Harmannsdorf (Landgasthof Buchinger) diesmal auch anhand der Speisen, die der Tester beschrieb, im Nachhinein nicht eruierbar, wann er zu Gast war.

Gebackene Blunzenradln, Lachstatar, Karpfen und ein gebackenes Schulterscherzel und Topfen-Mohnknödel ließ sich der Gault-Millau-Tester laut Bewertung schmecken. Und war offensichtlich zufrieden, was zur Vergabe von 13 Punkten führte.

„Die Haube ist eine Bestätigung dafür, dass es Sinn hat, was man macht“, freut sich Buchinger junior. „Die Linie passt. Es ist nicht umsonst, dass es praktisch keinen Tag und keinen Abend gibt, an dem ich nicht persönlich im Haus bin.“

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Buchinger, der sich auch von der sechsten Haube in Serie (zuvor hatte einmal, 2004, sein Vater eine erkocht) keinen großen Boom erwartet, findet schade, dass sich im Waldviertel so wenige Betriebe testen lassen. Außer ihm, der schon 2010, 2011, 2012, 2013 und 2014 top bewertet wurde, schaffte es in den vier Bezirken Gmünd, Horn, Waidhofen und Zwettl heuer einzig der Landgasthof Topf in Kaltenbach bei Vitis (Waidhofen) in die Haubenränge. „Mehr Mut“, appelliert er an die anderen Gastwirte, „es gäbe sicher auch bei uns viel mehr Betriebe, die es schaffen können!“

Das Stadthotel Oppitz in Eggenburg und die Gaselwirtin Rehatschek in Mörtersdorf haben es im neuen Gault-Millau immerhin als „Tipp“ in die Reihe der von den Testern empfohlenen Gasthäuser geschafft. Vielleicht eine Vorstufe zur Haube?

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