Altenburg

Erstellt am 17. Oktober 2016, 12:31

von Rupert Kornell

Altenburger Geläut ist nun komplett. „Heute ist ein bedeutsamer, ja historischer Tag für das Stift Altenburg, wird doch eine Lücke im Geläut geschlossen, seit der Turm 1820 abgebrannt ist und der 1831 neu gebaut wurde“, eröffnete Abt Thomas Renner das Pontifikalamt in der übervollen Stiftskirche, wo im Anschluss die der Heiligsten Dreifaltigkeit gewidmete Glocke geweiht wurde.

In der Predigt dankte Abt Thomas zuallererst Mara Sonnleithner aus Wien und dem Stiftungsrat, denn die Privatstiftung ihres verstorbenen Gatten Robert hatte erst den Guss der Glocke ermöglicht. „Glocken“, so der Abt, „rufen zum Gottesdienst und zum Angelus-Gebet und sie begleiten uns ein ganzes Leben. Sie haben auch in Zeiten von Internet und Handy noch Bedeutung, sind ein Zeichen zum Innehalten im Getöse der Welt“.

Eigens Messe komponiert

Der feierliche Gottesdienst wurde von den Sängerknaben musikalisch gestaltet, für sie und diesen Anlass hatte Stiftskapellmeister Markus Wadsack die „Missa in consecrationis campanae“, die „Messe zur Glockenweihe“, komponiert. Ausgangspunkt waren die Töne der einzelnen Glocken, aus denen unterschiedliche Melodien und Akkorde gewonnen werden. Nach der Messe segnete der Abt die rund 3.100 kg schwere „Gloriosa“, die zweitschwerste in NÖ (die schwerste ist im St. Pöltner Dom), Prior Michael Hüttl brachte sie zum ersten Mal zum Klingen, ehe sie auf den Turm aufgezogen wurde.