Erstellt am 06. November 2015, 04:27

von Martin Kalchhauser

Großes Staunen über tolle Künstler in Eggenburg. K-Haus hatte für Gäste mit Ausstellung und Kabarett Angebote vom Feinsten parat.

Allseits große Anerkennung für tolle Zeichnerin: K-Haus-Chef Pater Sepp Schachinger mit Künstlerin Jennifer Bayer, Mitarbeiterin Melanie Paier, Kulturstadtrat Josef Kirbes und Vizebürgermeisterin Susanne Satory (von links).  |  NOEN, Martin Kalchhauser

Manch einer kam aus dem Staunen nicht mehr heraus. Was das K-Haus in seinem Beitrag zur Eggenburger Kulturwoche am 30. 10. bot, war vom Feinsten. Bei ihrer ersten (!) Ausstellung mit dem Titel „Verschiedene Linien“ begeisterte die Mitterretzbacherin Jennifer Bayer mit enorm detailreichen Bleistiftzeichnungen. Danach gehörte die Bühne dem Musikkabarettisten Otto Jaus, der mit seinem Programm „Fast fertig – ein musikalischer Amoklauf“ dank Schmäh und musikalischer Perfektion fesselte.

Traumbilder dank Fleiß und Liebe zum Detail

Bayer, die als technische Zeichnerin in einem Architekturbüro arbeitet, erklärte bei ihrer allerersten Vernissage, wie sie vorgeht: „Ich zeichne meistens nach Fotovorlagen. Dann entstehen verschiedene Hintergründe, Schattierungen und Lichtreflexe.“ Die (unverkäuflichen) Originale begeisterten die Gäste der Ausstellungseröffnung ebenso wie die Drucke (Vergrößerungen). Motive sind Tiere, Werke zum Thema Wein und Stillleben. Für den Retzer Kalender 2016 war Bayer eingeladen zu zeichnen – er wird am 4. 12. in der Raiba Retz präsentiert.

Voll des Lobes über die Arbeit der jetzt in Krems wohnhaften, jedoch noch immer sehr eng mit ihrem Heimatort Mitterretzbach verbundenen Zeichnerin war Kulturstadtrat Josef Kirbes: „Ich bin verwundert, was man mit einem Bleistift alles machen kann. Die Bilder sind bewundernswert, wenn man bedenkt, wie viele Bleistiftstriche nötig sind, um derart viele Details und eine so große Tiefenschärfe zu erreichen.“

x  |  NOEN, Martin Kalchhauser

Enormes Tempo legte der auf der Gitarre, vor allem aber auf dem Klavier (Keyboard) perfekte Jaus an den Tag. Beim Reden manchmal so schnell, dass man Mühe hatte, alles aufzuschnappen, begeisterte der junge Kabarettist mit Erzählungen aus dem Leben, wie sie jeder kennt, und ließ die oft schallend lachenden Gäste wissen, warum seine Mutter immer Recht hat, warum er kein Model sein möchte und was Mozarts Musik wirklich beeinflusst hat.

Hörenswert und wohl einer der Höhepunkte war ein Medley aus zahlreichen Schlagern unserer Zeit, von denen er jeweils nur wenige Takte anspielte. Hochklassige Beherrschung des Instruments und großartiges Schauspiel machten den Abend zum Top-Event.