St. Bernhard-Frauenhofen

Erstellt am 09. April 2017, 16:17

von Martin Kalchhauser

Nach Forstunfall: 55-Jähriger auf Intensivstation. Schwerst verletzt schleppte sich Opfer noch zu Güterweg, wo Rettungsaktion anlief.

Symbolbild  |  Symbolfoto

Der Waldarbeit ging am 8. April ein 55-jähriger Gemeindebediensteter aus Grünberg bei Poigen, Gemeinde St. Bernhard-Frauenhofen, nach.

Mann wollte für sich Brennholz gewinnen

Der Mann war gegen 13.45 Uhr gerade dabei, Brennholz für den Eigenbedarf herzurichten. Dabei kam es zum dramatischen Zwischenfall, der beinahe tödlich geendet hätte. Mit dem Traktor versuchte der Mann, zwei jeweils rund 15 Meter lange Lärchenstämme aus dem Wald zu schleppen. Dazu hatte er sie an der an der Hinterseite des Traktors angebauten Winde befestigt.

Sprung vom Traktor in letzter Sekunde

Auf einer Fahrt quer zur in diesem Bereich steil abfallenden Böschung übersah der 55-Jährige dann vermutlich einen Baumstumpf. Der Traktor fuhr auf diesen auf, kam in Schieflage, kippte um und blieb schließlich auf der rechten Seite liegen. Zum Glück war es dem Fahrer zuvor noch gelungen, vom Traktor abzuspringen, um nicht unter dem schweren Zugfahrzeug eingeklemmt zu werden.

Rippe hatte sich in die Lunge gebohrt

Obwohl er schwere Verletzungen erlitten hatte, gelang es dem Unfallopfer noch, sich durch den Wald bis zu einem nahen Güterweg zu schleppen und die Rettung zu verständigen. Dort fanden die Helfer den Schwerverletzten vor, versorgten ihn und brachten ihn ins Landesklinikum Horn.

Dort wurde neben einer Serienrippenfraktur und auch festgestellt, dass sich eine Rippe in die Lunge gebohrt hatte. Der Verletzte wurde auf die Intensivstation aufgenommen.