Erstellt am 30. September 2015, 17:57

von Martin Kalchhauser

Grundmandat „teurer“: Ziel unerreichbar. Kleiner Bezirk chancenlos? Maier fordert grundsätzliche Überlegungen.

Jürgen Maier mit seiner Frau Magdalena bei der Stimmabgabe: Kampf um Direktmandat könnte künftig zu aussichtslosem Unterfangen werden. Foto: Archiv/Rupert Kornell  |  NOEN

Knap über 15.000 Stimmen „teuer“ war das Grundmandat im Bezirk Horn bei der jüngsten Landtagswahl 2013. Die ÖVP verfehlte es mit 14.463 knapp, Der Horner Jürgen Maier war auf ein Mandat der Landesliste angewiesen.

Abwanderung in Ballungsraum

Eine Wahl zuvor (2008) hatte er den Wiedereinzug in den Landtag mit 15.681 ÖVP-Stimmen noch aus eigener Kraft geschafft. In Zukunft könnte das unmöglich sein.

Denn durch die demografische Entwicklung könnten immer mehr Mandate in den Ballungsraum abwandern. Im bevölkerungsarmen Waldviertel dürfte es unmöglich sein, den Wert, der voraussichtlich nötig werden könnte, rund 17.800 Stimmen, zu erreichen.

Das Direktmandat wäre weg

So wie Horn wären auch die Bezirke Gmünd, Lilienfeld, Scheibbs und Waidhofen betroffen. Das Direktmandat wäre weg – und in unerreichbarer Ferne.

„Wie viele Stimmen man braucht, ist offen, fix ist aber, dass das Mandat teurer wird“, bestätigt Maier die Entwicklung aufgrund neuer Volkszählungsdaten.

So wie sein Kollege Anton Erber (Scheibbs), der zum Beispiel möchte, dass der stärksten Partei eines Wahlkreises ein Mandat zusteht, fordert auch Maier grundsätzliche Überlegungen: „Man muss überlegen, ob man will, dass immer mehr Bezirke keine Abgeordneten mehr haben. Ich glaube, das wäre nicht im Sinne der Vertretung möglichst vieler Bürger.“