Erstellt am 17. Juni 2016, 06:50

von Martin Kalchhauser

Hochwasserschutz steht vor Baustart. Stadt, Land und Bund stemmen 4,630-Millionen-Projekt gemeinsam. Ausschreibungen laufen, noch heuer rollen die Bagger.

Stadtrat Manfred Daniel und Bürgermeister Jürgen Maier am Mödringbach im Pernegger Graben, der ab 2020 auch bei Hochwasser für die Horner Katastralgemeinde Mödring keine Gefahr mehr sein soll. Foto: Martin Kalchhauser  |  NOEN, Martin Kalchhauser

Die Bemühungen, den Ort Mödring vor einem sogenannten „hundertjährigen Hochwasser“ zu schützen, gehen in die Realisierung. 4.630.000 Euro fließen in Maßnahmen zur Sicherung des Mödring- und des Eibenbaches.

Seit 2013 liefen die Planungen, in deren Zuge das Projekt immer größer wurde. Jetzt ist sichergestellt, dass die umfangreichen Maßnahmen finanziert werden können. Der Bund trägt im Rahmen der Wildbach- und Lawinenverbauung 2.685.400 Euro bei, das Land fördert mit 752.375 Euro und die Stadt Horn leistet 1.192.225 Euro.

Ersparnis: Rückhaltebecken in Horn erübrigt sich

„Im Zonierungsplan ist Mödring als Gefahrenzone ausgewiesen. Damit hätte dort nur mehr mit besonders umfangreichen Maßnahmen gebaut werden dürfen“, freut sich Bürgermeister Jürgen Maier, dass nun alle Finanzierungszusagen auf dem Tisch liegen. Noch heuer ist Baubeginn, das Projekt soll 2020 abgeschlossen sein.

120 bestehende Häuser in der Katastralgemeinde Mödring sind in Gefahr, wenn Mödringbach und Eibenbach Hochwasser führen.

Mit der Errichtung eines zwölf Meter hohen Dammes im Bereich der „Waldschenke“ im Pernegger Graben, wo bis zu 80.000 Kubikmeter Wasser zurückgehalten werden können, sowie weiteren Maßnahmen bei den Brücken im Ort Mödring sowie einer Bachbett-Erweiterung auf Höhe des Dorfgemeinschaftshauses soll die Gefahr gebannt werden. Auch der Eibenbach bekommt ein Rückhaltebecken, das 80.000 m fasst.

„Mit diesen Maßnahmen erübrigt sich auch die Errichtung eines Rückhaltebeckens im Bereich des Festgeländes im Horner Stadtgebiet, das rund 500.000 Euro gekostet hätte“, erklären Maier und sein zuständiger Stadtrat Manfred Daniel.

Gegenüber ersten Überlegungen massiv verteuert wurden die nun anstehenden Maßnahmen unter anderem durch den Umstand, dass die Bundesstraße 4 entlang des Rückstaubereichs (von der Waldschenke bis zum Freizeitgelände „Gallien“) neu befestigt werden muss.


Info-Veranstaltung

Das geplante Hochwasserschutzprojekt steht im Mittelpunkt einer Info-Veranstaltung am Mittwoch, 22.6., 19 Uhr, im Dorfgemeinschaftshaus Mödring.