Horn

Erstellt am 12. April 2017, 05:55

von Martin Kalchhauser

Innenstadt-Belebung: Bau soll helfen!. Millionen für Stadtzentrum - Im Unterweger-Haus bekommen sechs Wohnungen Platz. Neuer Teil wird ein Holzbau.

Architekt Johannes Kislinger mit einem Detailsplan des Dachausbaus im ehemaligen Unterweger-Haus.  |  NOEN, Fotos: Martin Kalchhauser (3)

Nach dem „Ringelhan-Haus“ (Hauptplatz 2) wird in der ehemaligen Konditorei Unterweger (Kirchenplatz 2) ein weiteres ehrgeiziges Wohnbauprojekt durchgezogen.

Mithilfe eines Krans wurden die zwischen 200 und 1.000 Kilogramm schweren Holzelemente für das Bauprojekt im Hof des Hauses der ehemaligen Konditorei Unterweger vom Lkw weg über das Gebäude an ihren Platz gehoben.  |  NOEN

Auftraggeber ist auch hier Günter Kerbler, aus Horn stammender Immobilien-Tycoon, der das Haus nach dem Ende des Traditionsbetriebes (2014) übernommen hat. So wie schon beim fast fertigen Haus am Hauptplatz (geplante Übergabe: Juni) ist auch beim „Unterweger-Projekt“ die Sanierung des Altbestandes sowie zusätzlich die Errichtung eines Holzhauses im hinteren Bereich (Richtung Taffa) im Laufen. Kerbler greift auf den heimischen Planer Johannes Kislinger (AH3 Architekten) zurück. „Hier sind wir voraussichtlich im September fertig.“ Dann sind auch die aktuellen Behinderungen im Zentrum Geschichte.

Künftig über 300m²

Auf dem 514 m² großen Areal entstehen auf 131 m² bebauter Fläche (Altbestand) vier Wohneinheiten. Zwei weitere bekommen im Neubau (103 m²) Platz. Insgesamt stehen den künftigen Mietern 305 m² an Nutzflächen zur Verfügung.

Über das Budget will der Bauherr nicht reden. Für das Ringelhan-Haus waren 2,5 Millionen Euro budgetiert, beim Folgeprojekt dürfte es sich mit knapp weniger als 2 Millionen ausgehen.

Baustoff Holz wurde wieder Vorzug gegeben

Kislinger freut sich, dass beim Neubauteil wieder auf den Baustoff Holz zurückgegriffen wird. Die Firma Handler aus Bad Schönau in der Buckligen Welt, die für die Kerbler-Holding aktuell in der Seestadt Asparn das höchste Holzhochhaus der Welt (das „HoHo“) errichtet, ist auch in Horn am Werken und baut mit Material der Firma KLH Massivholz aus Katsch an der Mur (Steiermark).

Einziger Wermutstropfen für Kislinger: Unter dem (burgenländischen) Generalunternehmer Mandlbauer kamen keine heimischen Unternehmen zum Zug. „In Horn muss man froh sein, dass sich Kerbler das antut, denn auch das neue Bauprojekt ist ein mörderischer Aufwand, den sich eine Gesellschaft nicht antun will und kann“, freut sich Kislinger, dass etwas für das Wohnen in der Innenstadt getan wird. „Gut, dass es solche Investoren gibt. Sonst würden die Zentren alle sterben.“

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