Horn

Update am 14. April 2017, 04:41

von Eduard Reininger

Kleingärten sind eine „Oase für die Seele“. Der Kleingartenverein Horn kann auf eine hundertjährige Geschichte zurückblicken, nachzulesen in umfangreicher Festschrift.

Als langjährige Mitglieder im Vorstand des Kleingartenvereins Horn wurden Rudolf Schober (rechts), Johann Riegler und der frühere Obmann Josef Wagner Dank und Anerkennung von Bezirkshauptmann Johannes Kranner, Obmann Martin Nowak und Bürgermeister Jürgen Maier (von links) ausgesprochen.  |  NOEN, Eduard Reininger

„Traditionell werden die Jahreshauptversammlungen des Kleingartenvereins Horn seit vielen Jahrzehnten im Gasthaus Blie abgehalten, ebenso die Vorstandssitzungen in den Wintermonaten“, berichtete Obmann Martin Nowak am Beginn der Mitgliederversammlung und anlässlich des Festaktes zum 100-jährigen Bestandsjubiläum über Fritz und Ilse Blies Gastfreundschaft.

Positiv war auch die Bilanz des abgelaufenen Vereinsjahrs. „Ausschusssitzungen, Gartenbegehungen und der traditionelle Gartenheurige wurden vom Vorstand und den Mitgliedern des Kleingartenvereins durchgeführt“, erinnerte Nowak an die Aktivitäten im Vorjahr. „Gerade der Gartenheurige brachte die nötigen finanziellen Mittel, um Vorhaben verwirklichen zu können. Es ist das Bestreben des Vorstandes, die Gemeinschaft zu fördern, daher freuen wir uns, dass die Aktivitäten, die wir organisieren, immer gut angenommen werden."

Gartenheuriger als Highlight

Ein besonderes Highlight im Gartenjahr war angesprochene Gartenheurige, bei dem laut Martin Nowak ein „enormer Besucherzustrom“ verzeichnet wurde. Bei dieser Veranstaltung wurde auch die Auszeichnung der schönsten Schrebergärten Horns durchgeführt.

Fixe Bestandteile der Gartensaison im Frühjahr und im Herbst sind die Baumschnittabfuhr und die Reparatur der Zäune. „Freiwillige Helfer waren oft dabei, um diese Projekte zu unterstützen“, informierte Nowak.

Festschrift erinnert an die lange Geschichte

Der zweite Teil der Veranstaltung stand ganz im Zeichen des 100-Jahr-Jubiläums. Mit Filmen aus dem reichhaltigen Fundus des Films- und Videoclubs Horn und von Peter Richter wurde die großartige Geschichte des Kleingartenvereins in Erinnerung gerufen. Auch eine umfangreiche Festschrift wurde zum Jubiläum mit Unterstützung durch Martin Pfleger aufgelegt.

Anerkennende Worte gab es von Bürgermeister Jürgen Maier: „Der Spaziergang durch die Kleingartenanlage ist ein Fest für alle Sinne. Die hier anzutreffende Beschaulichkeit macht unsere Stadt liebens- und lebenswert. Die Gartenanlage ist ein Platz für Kreativität, Entspannung und Abschalten vom hektischen Alltag.“

Balsam für die Seele

Bezirkshauptmann Johannes Kranner ging auf die Geschichte des Schrebergartens und der engen Verbundenheit mit der Gemeinde und der Stiftung Bürgerspital als Verpächter ein und sagte: „In einer sehr schnelllebigen Zeit, die jedem Einzelnen sehr viel Energie und Substanz abverlangt, ist die ,Oase Kleingarten‘ Balsam für die Seele.“

Und Landesverband NÖ-Präsident Franz Riederer meinte: „Zur Zeit der Gründung des Kleingartenvereins 1916 war die Welt besonders in Europa eine ganz andere. Heute bedeutet der Kleingarten Leben in der Natur, das Verbringen der Freizeit mit der Familie und Erholung vom stressgeplagten Alltag.“ Nach der Ehrung langjähriger Mitglieder und Funktionäre – mehr darüber auf Seite 86 – endete der Festakt mit einem gemütlichen Beisammensein.