Horn

Erstellt am 13. Juli 2016, 04:17

von Martin Kalchhauser und Eduard Reininger

Versprechen eingelöst: „Wallfahrt“-Start in Horn. Minister Wolfgang Brandstetter chauffierte Niederösterreichs obersten Polizisten von Horn nach Mariazell. „Labestation“ war bei Landesrat Stephan Pernkopf.

Chauffeur Franz Asenbaum (hinten) war an diesem Sonntag „arbeitslos“. Denn sein Chef, Justizminister Wolfgang Brandstetter (rechts), klemmte sich höchstpersönlich hinter das Steuer seines „I am from Austria“-Puchs und chauffierte den niederösterreichischen Sicherheitsdirektor Franz Prucher (links) damit über Wieselburg nach Mariazell. Foto: Eduard Reininger  |  Eduard Reininger

Eine gemeinsame „Wallfahrt“ nach Mariazell vereinbarte Justizminister Wolfgang Brandstetter mit dem Nö. Sicherheitsdirektor Franz Prucher anlässlich dessen 60. Geburtstags im Dezember 2015.

„Dieser Tag war ein Geschenk für uns beide“

Die lange geplante gemeinsame Unternehmung, die am Sonntag, 10. Juli, bei Kaiserwetter realisiert wurde, startete um 9 Uhr beim Canisiusheim Horn. Dort holte der Minister aus Eggenburg den blau-gelben Polizeichef mit seinem „I am from Austria“-Puch 500 (Baujahr 1971, 19,5 PS) ab. Warum gerade hier? „Im Canisiusheim habe ich einige Jahre verbracht“, verrät Prucher.

Auf dem Weg zum Priesterberuf wohnte er 1970 bis 1975 hier und besuchte wie Brandstetter das Horner Gymnasium (wo das Duo einen kurzen Zwischenhalt einlegte). Dass er nicht bis zur Weihe kam, begründet Prucher im Scherz so: „Die Mädchen waren schuld!“ Später (1980) machte er in Baden die Matura, absolvierte das Jus-Studium in Wien (Promotion zum „Dr. jur.“ 1985) und ist seit 2003 oberster Polizist NÖs.

Gastlich empfangen wurden die Reisenden bei Landesrat Stephan Pernkopf, der sie daheim in Weinzierl, Gemeinde Wieselburg-Land, mit Grill-Spezialitäten verwöhnte. Am Ziel in Mariazell kamen bei Prucher ebenfalls „heimatliche“ Gefühle auf. Als gebürtiger Grazer ist er immer noch ein ganz klein wenig auch Steirer …

Nur positiv fiel die Bilanz aus. „Dieser Tag war ein Geschenk für uns beide“, meinte Brandstetter im NÖN-Telefonat aus Mariazell, wo man die Basilika besuchte. „Das Auto ist hervorragend gefahren, es gab kein Problem.“ Prucher, der sich als Beifahrer ein Achterl gönnen durfte: „Manche Leute haben gestaunt: Wer ist denn der, der sich einen Minister als Chauffeur leisten kann?“