Erstellt am 14. Juli 2016, 06:41

von NÖN Redaktion

High-Tech-Einsatz: Riegl hat Flug-Arena vermessen. Bald weltweit gefragt? Horner Firma Riegl macht mit ihren Messungen das Red Bull Air Race in Spielberg sicherer.

High-Tech aus Horn im Einsatz am Red Bull Ring in Spielberg, Steiermark: Die durch den Einsatz des RiCOPTERS gewonnenen Messergebnisse sind wichtig für die Streckenplanung und die Sicherheit der Teilnehmer und der Gäste der Rennen. Fotos: Riegl Laser Measurement Horn  |  Riegl Laser Measurement Horn

Der Horner Laserscanner-Hersteller Riegl Laser Measurement Systems unterstützte als „Innovation Partner des Red Bull Air Race“ mit seinen Messsystemen im Rahmen eines Testprojekts die Vorbereitungen für das Red Bull Air Race in Spielberg.

Mit dem RiCOPTER, einem unbemannten Oktocopter (mit acht Propellern), ausgestattet mit Vermessungssensor und Kameras, wurden hochgenaue Daten des Red Bull Rings für eine präzise Planung und Abbildung der Flugstrecken aufgenommen.

„100 % realistische, dreidimensionale Darstellung“

Der RiCOPTER, ein von Riegl entwickeltes UAV (unbemanntes Fluggerät), ist mit einem extrem kompakten und weltweit gefragten LiDAR-Vermessungsscanner, dem Riegl VUX-1, ausgerüstet. Dieser High-Performance-Sensor erfasst die Umgebung mit bis zu 500.000 Messpunkten pro Sekunde – und das zentimetergenau!

Riegl hat mit dem RiCOPTER UAV den Red Bull Ring beflogen und die Mess- und Bilddaten zu einer sogenannten 3D-Punktwolke zusammengefügt, die dem Red Bull Air Race Team für die Ausarbeitung der Flugtracks zur Verfügung gestellt wurden.

„Die hochinformativen Daten erlauben eine zu 100 % realistische, dreidimensionale Darstellung des gesamten Geländes am Computer“, heißt es seitens des Horner High-Tech-Unternehmens. „So können dann im Simulator mögliche Hindernisse in der Nähe der Flugbahn rasch und einfach lokalisiert und durch eine Umplanung des Tracks umgangen werden.“ Es ist so möglich, Sicherheitsaspekte zu berücksichtigen und Gefahrenquellen für Teilnehmer und Zuseher auszuschalten.

Nicht nur für Flugbahnplanung, auch Hilfe für Wettkampfrichter

Um den gesamten Kurs zu erfassen, ist der RiCOPTER insgesamt fünf Mal abgehoben. Jeder der Flüge dauerte dabei zwischen 12 und 15 Minuten. Zwischen den einzelnen Flügen wurden die Daten gesichert.

Das Red Bull Air Race Team verwendete die Riegl LiDAR-Daten in Spielberg erstmals für seine Streckenplanung. Es gibt Überlegungen, diese Methode in Zukunft weltweit auch an anderen Veranstaltungsorten einzusetzen.

Fünfmal hob das Fluggerät, ein sogenannter Oktocopter, zur Datensammlung für jeweils 12 bis 15 Minuten lange Flüge ab. Foto: Riegl Laser Measurement Horn  |  Riegl Laser Measurement Horn

Die aufgenommenen Daten könnten nicht nur der Flugbahnplanung und Simulator-Programmierung dienen, sondern z. B. auch den Wettkampfrichtern helfen, die Einhaltung der Mindestflughöhe zu kontrollieren. Außerdem könnten damit dem Fan vor dem TV-Bildschirm die speziellen Eigenheiten des technischen Kurses optimal vermittelt und damit das Unterhaltungserlebnis noch weiter gesteigert werden.

Info für alle Interessierten: Auf www.riegl.com/spielberg gibt ein Video Einblicke in die Aufnahmearbeiten.