Erstellt am 02. März 2016, 07:42

von Martin Kalchhauser und APA Red

Horner Kaserne bleibt vorerst offen!. Wegen geänderter Sicherheitslage nimmt Ministerium vorerst von Schließungen Abstand.

Radetzkykaserne Horn. Foto: Martin Kalchhauser  |  NOEN, Martin Kalchhauser
Wie berichtet, gab es seitens des früheren Verteidigungsministers Gerald Klug, SPÖ, den Plan, die Radetzkykaserne Horn mit Ende des Jahres 2016 zu schließen. Einen alternativen Plan zur Verwendung des Areals und der Gebäude in Horn gab es jedoch nicht.

Seitens der ÖVP wurde dem Vorhaben stets widersprochen, vor allem in der Region gab es beträchtlichen politischen Gegenwind.

Horn und vier weitere Standorte betroffen

Jetzt könnte ausgerechnet die belastende Flüchtlingssituation in Österreich eine positive Wendung für Horn bringen. Wie die Austria Presseagentur (APA) vermeldet nimmt das Verteidigungsministerium zumindest vorläufig von den geplanten Schließungen Abstand.

Neben Horn sind auch Kasernen in Freistadt (Oberösterreich), Lienz (Osttirol), Bleiburg (Kärnten) und Tamsweg (Salzburg) von der neuen Planung betroffen.

Zukunft der Radetzkykaserne dennoch ungewiss

Ministeriumssprecher Michael Bauer sagte zur APA, dass es sich bei der Neuplanung konkret um die fünf angeführten Kasernenstandorte handle Zusatz:

Ob die Kasernen dauerhaft geöffnet bleiben, hänge von der Zuteilung entsprechender Geldmittel ab, letztlich also vom Finanzministerium, so der Sprecher des Ministeriums, das nun unter der Leitung des Burgenländers Hans Peter Doskozil (SPÖ) steht.

Landeshauptmann Kaiser: „Mittel bereitstellen!“

Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) meinte in einer Aussendung: "In der derzeitigen Situation, in der niemand genau sagen kann, wie sich die Flüchtlingsbewegung weiter und entlang möglicher neuer Routen entwickeln wird, wäre es geradezu fahrlässig gewesen, einen Kasernenstandort in unmittelbarer Grenznähe zu schließen."

Er appellierte an die Bundesregierung, die entsprechenden Mittel zur Verfügung zu stellen.