Erstellt am 14. November 2015, 07:13

von Martin Kalchhauser

Verleger Kurz auf Messe „daheim“. Horner Verleger Toni Kurz war heuer zum 25. Mal auf der Frankfurter Buchmesse vertreten. Viele wertvolle Kontakte.

Der Horner Verleger Toni Kurz an seinem Stand auf der Frankfurter Buchmesse. Fotos: privat, Martin Kalchhauser  |  NOEN, privat, Martin Kalchhauser
Seit 32 Jahren besteht die Edition Thurnhof des Mühlfelder Verlegers Toni Kurz. Seit 25 Jahren ist er mit den qualitativ hochwertigen Produkten auf der Frankfurter Buchmesse vertreten.

Wenn auch heuer der Aufenthalt in Deutschland – wie immer mit Sohn Matthias an seiner Seite – mit einer schmerzlichen Erfahrung verknüpft war, möchte Kurz seine Kontaktpflege in Deutschland nicht vermissen. „Ich bin in der Dunkelheit auf dem Weg zu einem Restaurant in Wiesbaden über die Begrenzung einer Blumenrabatte gestolpert“, erklärt der Mühlfelder seinen Unterarmgips.

Brille und Fotoapparat gingen zu Bruch. Am nächsten Tag wurde er von einem Sanitäter notdürftig versorgt, zurück in Horn wurde im Spital der Bruch der Speiche diagnostiziert.

Stolz ist Kurz vor allem auf die in seinem seit 32 Jahren bestehenden Verlag erscheinende Reihe „Oxohyph“, in der schon fast 100 Bände erschienen sind. „Eröffnet wurden schon viele Reihen, aber meistens geht bald die Luft aus.“ Die Bücher mit Beiträgen vieler prominenter Künstler, aber auch neuer Autoren – alles Erstveröffentlichungen und Erstausgaben –, erregten wieder großes Aufsehen.

Chance, entdeckt zu werden, ist attraktiv

Auf der Frankfurter Messe sei er, so Kurz, nicht allein wegen des Verkaufens („Schon auch, aber nicht nur!“), sondern wegen der Kontakte. Für Standgebühr, Hotel und Fahrt laufen jedes Jahr rund 3.000 Euro an Kosten an. „Aber gerade für uns kleine Verleger ist die Messe interessant. Für viele Messebesucher sind unsere Angebote eine ,Entdeckung‘. Die Großen brauchen das ohnehin nicht.“

Im „Literadio“ (www.literadio.org) war Toni Kurz heuer live zu Gast, Schauspieler Marius Gabriel las aus Thurnhof-Büchern.

Nicht zuletzt ist Frankfurt für die Horner Edition auch geografisch interessant. Ungefähr gleich viele Leser, Kunden und Sammler wie in Österreich gibt es nämlich in den Ländern Deutschland und Schweiz.