Erstellt am 16. März 2016, 05:44

von Martin Kalchhauser

Horns Stadtchef: Gyn-„Abteilung ,pickt‘!“. Bürgermeister Maier verspricht, dass Auflassung der Abteilung in Horn überhaupt nicht zur Debatte steht.

Bürgermeister Jürgen Maier: »Für Auflassung der Geburtenabteilung müsste man sogar das Gesetz ändern!«  |  NOEN, Kalchhauser

„Eine Auflassung der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe am Landesklinikum Horn steht nicht zur Debatte.“ Nach einem Gespräch mit Landeshauptmann Erwin Pröll findet der Horner Bürgermeister klare Worte zur Überlegung, die hiesige Abteilung anstelle jener in Waidhofen an der Thaya zu schließen.

„Verunsicherung gleich im Keim ersticken!“

Nachdem in der Vorwoche diese Idee im Zuge der Übergabe von 16.114 Unterschriften an den Landeshauptmann aufgetaucht war – die Initiative „Pro Gyn“ distanzierte sich mittlerweile davon (siehe Leserbrief auf der Seite 15 der dieswöchigen Horner NÖN!) – hatte es in Horn heftige Debatten gegeben.

Maier hatte sich nach Erscheinen des vorwöchigen NÖN-Berichts (

und unten) zu einem Facebook-posting veranlasst gesehen, mit dem er, wie er im Telefonat mit der NÖN betonte, „die Verunsicherung im Keim ersticken“ wollte. „Durch unabhängige Experten geprüft werde nun lediglich der Standort Waidhofen, nicht aber Horn.“ Maier: „Die Abteilung ,pickt‘!“

Da es sich beim Horner Klinikum um ein ausgewiesenes Schwerpunkt-Krankenhaus handle, müsste man im Vorfeld eines so gewichtigen Einschnittes sogar das Gesetz ändern.

Maier verwehrte sich aber vor allem auch dagegen, dass falsche Erwartungshaltungen geweckt würden. „Ich habe Verständnis für die Sorgen der Waidhofener, ihr Kampf für ihre Abteilung ist ganz logisch. Aber Politik auf Kosten eines anderen Standortes ist für mich kein Thema.“

Ein ähnliches Beispiel sei für den Landtagsabgeordneten die Kasernen-Debatte: „Wir haben da auch nie gesagt, dass man uns Horn lassen und dafür Weitra oder Mistelbach zusperren soll.“

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