Erstellt am 16. November 2015, 16:33

von Martin Kalchhauser

Initiative brachte "viel Versöhnung". Nach 20 Jahren "Musica Sacra über die Grenzen" lebt Manfred Linsbauers Idee weiter.

Kassierin Elisabeth Sachs, Obmann-Stellvertreterin Veronika Linsbauer-Willer, Obmann Abt Michael Proházka (vorne, von links) mit den weiteren Vorstandsmitgliedern Theresa Volpini de Maestri, Johanna Dusek, Obmann-Stellvertreter Ladislav Sabacky, Andrea Linsbauer (künstlerische Leiterin) und Hannelore Pfannhauser (stehend, von links).  |  NOEN, Martin Kalchhauser

Schweren Herzens wurde am 14. 11. der (einstimmige) Beschluss gefasst, "Musica Sacra über die Grenzen" nach 20 erfolgreichen Jahren stillzulegen. Wie berichtet, hatte sich unter anderem das Fehlen des Gründers und Motors Manfred Linsbauer (2013 verstorben) in dieser Entwicklung niedergeschlagen.

Seine Frau Veronika Linsbauer-Willer, Obmann-Stellvertreterin und Geschäftsführerin des Vereins, erläuterte die Gründe („Der Motivator mit seinen vielen persönlichen Kontakten fehlt.“) und blickte auf zwei Jahrzehnte grenzenloser Chor-Begegnungen (Österreich, Tschechien, Slowakei) zurück.

"Der Ruf Manfreds an uns wird niemals enden“

111 Chöre waren dabei, am häufigsten jene aus Trebic, Jaromerice und Iglau, aber auch Mödring und Retz. Von 27 Festivalorten wurden Jaromerice, Horn, Wien und Geras am häufigsten bespielt. „Es gab viele tolle Erlebnisse, und es haben sich zahlreiche Freundschaften entwickelt, die auch über die Vereinsaktivitäten hinaus bestehen bleiben werden.“

Besonderer Dank Linsbauer-Willers galt unter anderem Alt-Abt Joachim Angerer, Herbert Wild und Karl Homole sowie Obmann Abt Karl Proházka.

Jetzt hoffen alle, dass die Stilllegung wirklich nur eine Pause ist. Obmann Abt Proházka: „Es gab viel Begegnung in Frieden und Freude, und es ist in 20 Jahren viel an Versöhnung passiert. Wie wertvoll das alles war, wird man erst in ein paar Jahren beurteilen können. Ich bin überzeugt, dass der Ruf Manfreds an uns niemals enden wird.“