Erstellt am 29. Oktober 2015, 11:57

Kamptal-Retter Gamerith in Rosenburg geehrt. Werner Gamerith stellte sich gegen Staukraftwerk und kämpft nun gegen den Ausbau des Rosenburger Kraftwerks.

Auszeichnung für Werner Gamerith (2.v.l.): Roman Türk, Präsident des Österreichischen Naturschutzbundes, ÖNB-Geschäftsführerin Birgit Mair-Markart und Laudator Bernd Lötsch (von links). Foto: Manfred Strobl  |  NOEN, Manfred Strobl

Tolle Auszeichnung für Werner Gamerith: Der Kämpfer für die Erhaltung des Kamptals wurde mit dem „Österreichischen Naturschutzpreis“ ausgezeichnet.

Der gebürtige Mödlinger, der in Eggenburg aufwuchs und das Horner Gymnasium besuchte, ist Absolvent der BOKU (Kulturtechnik & Wasserwirtschaft), engagiert sich seit den 1970er-Jahren als Umweltaktivist (Anti-Atom-Pionier) und ist Autor mehrerer Bücher und Vortragender in Sachen Naturgarten.

„Ein nimmermüder Anwalt der Natur“

Er selbst hat mit seiner Frau Tatjana vor mehr als 50 Jahren in seiner neuen Heimat im Bezirk Perg, OÖ, einen Naturgarten samt biologischem Schwimmteich angelegt. Seit dem Engagement gegen Überstauungspläne des Kamptales um 1980 ist er in der Region aktiv und tritt aktuell gegen das EVN-Vorhaben „Kraftwerk Rosenburg neu“ auf.

Walter Hödl, Vorsitzender des Naturschutzbundes NÖ: „Gamerith ist unbestritten ein nimmermüder Anwalt der Natur. Sein kompromissloses Eintreten für die Erhaltung des mittleren Kamptales und dessen besondere Pflanzen- und Tierwelt ist uns ein großes Vorbild.“

Als einen jener „Menschen, denen die Naturliebe in die Wiege gelegt ist“, bezeichnete der Laudator, der Biologe und Chemiker Bernd Lötsch (bis 2009 Direktor des Naturhistorischen Museums), den Geehrten. „Werner Gamerith ist für mich einer der überzeugendsten Vordenker und Praktiker des Wertewandels an der Jahrtausendwende. Seinen Erfolg sehe ich darin, seiner Zeit voraus zu sein und dennoch bereits verstanden zu werden.“