Gars am Kamp

Erstellt am 06. Januar 2018, 06:25

von Rupert Kornell

„la Pura“-Primaria: „Wollen weg von Reparaturmedizin!“. Primaria Karin Stengg arbeitet mit Team an „europaweit einzigartigem Konzept“.

Primaria Karin Stengg ist seit kurzem Leiterin des Bereichs Medizin und Therapie im Garser Frauengesundheitszentrum „la pura“.  |  Rupert Kornell

Seit kurzem ist Karin Stengg als „Medical Director“ leitende Medizinerin im Frauen-Gesundheitszentrum „la pura“. Die NÖN fragte sie über die Beweggründe ihres Wechsels nach Gars und ihre Pläne.

NÖN: Frau Primaria, wie sind Sie nach Gars gekommen, was sagt Ihnen Gars?

Karin Stengg: Ich bin ganz klassisch von der VAMED angeworben worden. Zuletzt habe ich das Primariat im Gesundheitsresort Raxblick in Prein an der Rax geführt. Eine schöne Arbeit, eine traumhafte Gegend …

„Fühle mich jetzt schon sehr wohl hier

NÖN: Die traumhafte Gegend kann Gars aber auch bieten.

Natürlich, ich hatte nur noch nicht so viel Gelegenheit, viel davon, vor allem aufgrund der Jahreszeit, zu sehen. Das werde ich sicher nachholen. Ich fühle mich aber jetzt schon sehr wohl hier.

NÖN: Hatten Sie schon früher eine Verbindung zu Gars?

Ich habe Professor Willi Dungl gekannt, weil er oft bei uns im AKH war. Ich komme aus der Sportmedizin und wir haben dort gemeinsam Sportler betreut. Aber ich war auch privat hier im damaligen Hotel mit meiner Mutter zu einer Zeit, als das „Körndlessen“ etwas ganz Neues, Wegweisendes war. Aber heute sind ja fast alle schon vegan (lacht). Ich erinnere mich gut, dass wir damals Falco getroffen haben.

NÖN: Wo liegen die Schwerpunkte ihrer Tätigkeit im „la pura?“

Ich bin Orthopädin, Unfallchirurgin und Wirbelsäulenspezialistin, beschäftige mich seit 25 Jahren nur mit Rückenschmerzen, das ist mein Spezialgebiet. Früher habe ich viel operiert, habe mich nach meinem Aufenthalt in den USA, wo ich einen zusätzlichen Doktor in Osteopathie gemacht habe, aber ganz auf die konservative Behandlung der Wirbelsäule spezialisiert.

So wichtig die Behandlung ist, noch wichtiger ist die Vorbeugung

NÖN: Wenn Damen Schmerzen bzw. Probleme mit der Wirbelsäule haben, dann sind Sie der Ansprechpartner?

Natürlich, aber ich möchte einen Schritt weiter gehen. So wichtig die Behandlung ist, noch wichtiger ist die Vorbeugung und da arbeiten wir an einem völlig neuen Konzept, das in Richtung ,Anti Aging‘ geht. Der Riesen-Unterschied ist, dass wir alle nur ,Reparaturmedizin‘ machen. Der Gedanke ist nun, in diesem wundervollen Haus die Damen zwei Schritte davor zu erwischen, dann gewinne ich danach unheimlich viel Zeit. Ich habe bereits eine kleine Studie gemacht und festgestellt, dass die Frauen äußerst interessiert daran sind. Und viele Männer haben sich beschwert und gefragt, warum es das für sie nicht gibt …

NÖN: Wie kann man sich diese Prävention vorstellen?

Die ,Anti Aging-Medizin‘ besteht aus vielen Säulen wie Ernährung, Bewegung, Hormon- oder Nährstoffersatz, die Psyche ist sehr wichtig und natürlich kommt die Ästhetik dazu. Das alles nehmen wir und formen daraus ein Package, das wir den Damen, jeder ganz individuell, auf den Weg mitgeben. Wenn wir das durchsetzen, wird das einzigartig in ganz Europa sein, das wird keiner haben.

NÖN: Und wann rechnen Sie, dass dieses Konzept fertig ist und umgesetzt wird?

Das bedeutet natürlich ganz, ganz viel Arbeit. Die ganze Belegschaft arbeitet daran und wir hoffen, dass wir das bis zum Sommer schaffen.