Erstellt am 19. Oktober 2015, 11:47

von Rupert Kornell

Klares Votum für Maier auf Bezirksparteitag. 134 von 135 Delegierten stimmten für bisherigen Bezirksobmann, Braunsteiner und Groiß wie bisher Stellvertreter.

Landtagsabgeordneter Jürgen Maier (Zweiter von rechts) wurde wenig überraschend in seiner Funktion als Bezirksparteiobmann klar bestätigt, seine Stellvertreter Bürgermeister Karl Braunsteiner (rechts) und Nationalrat Werner Groiß ebenfalls, alle Delegiertenstimmen auf sich vereinen konnten Kassier Günther Wieland aus Gars und die Kassenprüferinnen Karin Gutmann aus Geras und Susanne Satory (von links) aus Eggenburg.  |  NOEN, Rupert Kornell
Wie erwartet keine Überraschung gab es beim Bezirksparteitag der ÖVP am Dienstag der Vorwoche im Horner Vereinshaus: Nur eine Stimme fehlte Jürgen Maier zu 100 Prozent, aber mit 134 von 135 Stimmen wurde er erneut von den Delegierten zum Bezirksparteiobmann gewählt.

Mit dem gleichen Ergebnis wurde der Japonser Bürgermeister Karl Braunsteiner als einer von zwei Stellvertretern bestätigt, Nationalrat Werner Groiß kam auf 131 Stimmen.

„Wichtig, Kontakt zu den Leuten nicht zu verlieren“

„Die ÖVP ist immer nahe am Menschen, das zeichnet unsere Gemeinschaft aus“, meinte Bezirksgeschäftsführer Herbert Gschweidl bei der Begrüßung. „Und Jürgen Maier kennt alle 20 Gemeinden, alle Katastralgemeinden, er ist immer im Bezirk unterwegs.“

Ähnlich formulierte es auch Ehrengast Justizminister Wolfgang Brandstetter: „Es ist wichtig, den Kontakt zu den Leuten nicht zu verlieren. Das wird hier im Bezirk Horn bestens umgesetzt.“

„Gratulation zu hundert Prozent schwarzen Gemeinden“, gab es lobende Worte von Landesrat Stephan Pernkopf, der auch die gute Zusammenarbeit der Kommunen mit dem Land hervorhob und sehr klare Worte zu einem der brennendsten Themen, nämlich der Asylpolitik fand: „Wir geben allen, die in ihrer Heimat verfolgt werden, Asyl, aber nicht jenen, die aus anderen Gründen ihr Land verlassen.“ Und weiter: „Wer zu uns kommt, hat unsere ,Hausordnung‘ zu akzeptieren!“

Dabei strich er Maiers „vorbildhafte Haltung und Reaktion“ in Sachen Aufnahme von Flüchtlingen besonders hervor.

„Behutsam mit Vertrauen der Wähler umgehen!“

In seinem Bericht über die vergangenen fünf Jahre ließ Maier die Vielzahl von Wahlen passieren, die in dieser Zeit sehr erfolgreich geschlagen wurden: „Bei den Zuwächsen waren wir fast immer bei den Top drei im Land.“ Und beim letzten Urnengang im Frühjahr habe man trotz eines schon hohen Mandatsstandes ein sensationelles Ergebnis erzielt. Auch der Einzug Groiß‘ in den Nationalrat sei eine Bestätigung der guten Arbeit im Bezirk.

Scharfe Worte fand er für die Bezirks-SPÖ: „Ich sehe das nicht mit Schadenfreude, aber was dort abgeht, ist fast schon Siechtum. Da müssen sich die Funktionäre selbst hinterfragen. Das Beispiel Röschitz zeigt: Politik muss für die Leute gemacht werden, nicht für die Politiker. Das sollen sie sich ins Stammbuch schreiben.“

In seinem Statement nach der überaus klaren Wiederwahl fand er zum einen mahnende Worte („Wir müssen behutsam mit dem Vertrauen der Wähler umgehen. Dieses Vertrauen muss oberste Prämisse sein.“), zum anderen zeigte er sich stolz auf das Erreichte: „82 neue Gemeinderäte bei der Jänner-Wahl zeigen, dass wir keine Nachwuchsprobleme haben. Wir verschwenden unsere Energie nicht für Querelen, wir diskutieren eine Sache aus, dann wird gehandelt – und wir gehen geeint in eine Richtung!“

Diese Richtung beinhalte auch, dass man nicht die Kaserne verlieren will, nicht das Bezirksgericht, nicht die Franz-Josephs-Bahn, nicht den Lindenhof. „Ich will meine Energie nicht verwenden müssen, dass man uns nichts wegnimmt, sondern dafür, dass wir etwas dazubekommen“, gab er sein Programm für die nächsten Jahre unter großem Applaus der Gäste und Delegierten bekannt.