Erstellt am 28. April 2016, 04:44

von Rupert Kornell

„Kleine“ Glocke erhielt die Weihe. Neu gegossene Glocke ist Klosterheiligen Stephanus und Vitus gewidmet.

Abt Thomas Renner weihte die neu gegossene „kleine“ Glocke. Foto: Rupert Kornell  |  NOEN, Rupert Kornell
Die Wallfahrt der Stiftspfarren nach Altenburg nahmen Abt Thomas Renner und der Konvent zum Anlass, die neue kleine Glocke im Rahmen einer Andacht zu weihen.

Form brach Mitte März ein

NÖN-Leser kennen die Vorgeschichte: Mitte März sollten in der Glockengießerei Bachert in Karlsruhe eine 540 kg schwere Glocke, in gis1 gestimmt, und eine große (Ton: h0) Glocke mit 3.100 kg gegossen werden.

Beim Anstechen des Schmelzofens, als die 3.200 Grad heiße Bronze in die Formen lief, dürfte bei der großen Glocke die in die Erde eingegrabene Form eingebrochen sein, der Guss muss daher – vermutlich in sechs Wochen – wiederholt werden.

Arbeiten zu Pfingsten fertig?

Bei der kleinen Glocke klappte der Guss, daher konnte sie auch von Abt Thomas geweiht und mit Chrisam gesalbt werden. Prior Pater Michael Hüttl brachte sie im Anschluss zum ersten Mal zum Erklingen.

Die „Glocken-Heiligen“ sind der hl. Stephanus und der hl. Vitus, „beide sind mit unserem Haus verbunden“, erläuterte Pater Michael und wies etwa auf die Veitskapelle im Stift hin. „Der Erzmärtyrer Stephanus, er ist wie Vitus einer unserer Klosterpatrone, war einer der ersten Diakone, er ist nicht zuletzt durch seine Steinigung der bekanntere Heilige. Vieles, was wir über den hl. Vitus wissen, ist jedoch Legende.“

Die Arbeiten am in Restaurierung befindlichen Glockenstuhl sollen zu Pfingsten abgeschlossen sein, womit auch das Geläut wieder zu hören sein wird. Nur die große Glocke fehlt noch …