Erstellt am 29. September 2015, 10:17

von Martin Kalchhauser

Allen Menschen recht getan …. Martin Kalchhauser über das Dilemma bei der Gestaltung der ÖBB-Fahrpläne.

Bei der Gestaltung des Fahrplans der Franz-Josefs-Bahn hängt ein Dilemma in der Endlos-Schleife: Die Pendler aus dem Raum Gmünd wollen so schnell wie möglich nach Wien oder wieder nach Hause. Jene aus den Gemeinden entlang der Strecke möchten bei Bedarf möglichst alle Züge nützen können und fordern, dass sie in den Bahnhöfen auf der Strecke Halt machen.



Gemeinsam ist eine Sicht der Dinge: Die Zeit, die man als Pendler im Zug oder auf Bahnsteigen verbringt, summiert sich. Bei den Verhandlungen prallen gegensätzliche Positionen aufeinander. Was im Bezirk Horn als Sieg der Bürgermeister Glück und Gruber gefeiert wird, mag manch anderer als Niederlage empfinden.

Eine Lösung scheint nicht in Sicht. Zusätzliche Züge, sozusagen im Parallelverkehr, sind finanziell garantiert nicht drin.

So bleiben die Verantwortlichen in ÖBB bzw. VOR in einer wenig beneidenswerten Situation: Egal, was sie tun, mit einer Seite verscherzen sie es sich garantiert. Wie heißt es im bekannten Sprichwort? „Allen Leuten recht getan, ist eine Kunst, die niemand kann.“