Erstellt am 25. Mai 2016, 04:34

von Martin Kalchhauser

Auftrieb für die „Kleinen“. Martin Kalchhauser über die lokalen Folgen der Wahl am 22. Mai.

Diesmal brauchte es für die Vertreter der beiden in die Wahl direkt involvierten Parteien, die FPÖ und die Grünen, keine verbalen Verrenkungen, um den Ausgang des sonntägigen Urnengangs als Erfolg darzustellen. Diesmal gab es tatsächlich nur lauter Sieger.

Die FPÖ trauert zwar auf Bundesebene dem verfehlten Präsidentenamt nach, im Bezirk Horn aber hat man mit 57,9 Prozent einen fulminanten Erfolg eingefahren. Traditionelle schwarze Hochburgen wurden bei diesem Urnengang fast 1:1 auf „Blau“ umgefärbt.

Die Grünen, zahlenmäßig im Bezirk Horn bis zuletzt eine unbedeutende Gruppe, verspüren jetzt ebenfalls Aufwind.

Auch wenn es vielen bei der Stimmabgabe primär um die Kandidaten ging und sicher oft taktisch gewählt wurde: Jetzt gilt es für die „Kleinen“ – bei der FPÖ ist dieser Ausdruck schon fast nicht mehr angebracht –, den Auftrieb zu nutzen. Bei der oft dünnen Personaldecke der Blauen und Grünen wird das im lokalen Bereich trotz der aktuell guten Stimmung ganz sicher kein einfaches Unterfangen!