Erstellt am 18. August 2016, 05:37

von Martin Kalchhauser

„Bildstörungen“ schaden allen!. Martin Kalchhauser über die Gefahr für das Flüchtlingsprojekt „Haus Helina“.

Das Horner „Haus Helina“ galt anfangs als Vorzeigeprojekt. 100 Kriegsflüchtlinge aus Asien und Afrika sind dort seit Juni 2015 untergebracht. Doch vom anfänglichen Glanz ist viel verblasst, die Euphorie verflogen.

Fest steht: Das Zusammenleben so vieler Menschen eines anderen Kulturkreises unter einem Dach zu managen, ist eine schwere Aufgabe. Zur Klarstellung: Die vielen Bewohner, die am Stephansberg ein neues Zuhause gefunden haben, dürfen nicht unter Pauschalverdacht kommen. Doch jüngste Vorfälle, die mehrmals die Polizei auf den Plan gerufen haben, stören das Bild nachhaltig.

Statt unentschuldbares Verhalten (auch im privaten Bereich), das unseren rechtsstaatlichen Prinzipien widerspricht, laufend zu entschuldigen, sollte man mehr Energie dazu verwenden, diese zu vermitteln und ihre Befolgung einzufordern.

Sonst wächst die Gefahr, dass die fragile Stimmung kippt. Und davor muss auch jene große Mehrheit der Flüchtlinge geschützt werden, die sich nichts zuschulden kommen lässt.