Erstellt am 24. August 2016, 06:46

von Martin Kalchhauser

Nicht-Agieren birgt Gefahren. Martin Kalchhauser über Probleme im und mit dem Haus Helina.

Eine der wichtigsten Aufgaben bei der Leitung eines Flüchtlingsquartieres wie dem Haus Helina in Horn ist es wohl, die Flüchtlinge vor sich selbst zu schützen. Denn unvermeidliche negative Vorkommnisse färben immer auf alle ab.

Wer es durch „Nicht-Agieren“, wie es der Horner Bürgermeister nennt, zulässt, dass Missständen nicht bereits im Entstehen entgegengewirkt wird, der riskiert, dass die Situation unübersehbar wird und pauschale (Vor-)Urteile über „die Flüchtlinge“ fallen. Genau das ist jedoch leider die aktuelle Lage am Stephansberg.

Bei aller berechtigter Kritik muss aber auch eine alte Binsenweisheit erneut bemüht werden: Je kleiner die Gruppen, in denen Asylwerber in den einzelnen Gemeinden untergebracht werden, desto kleiner sind die Probleme im Alltag, desto leichter fällt die Integration.

Oder umgekehrt: Nicht auszudenken, wären im vorigen Jahr die bereits weit gediehenen Pläne mit einem Groß-Lager mit mehr als 300 Menschen in der Radetzkykaserne zur Realität geworden!