Erstellt am 28. April 2016, 07:50

von Martin Kalchhauser

Im Zweifelsfall fällt der Baum. Martin Kalchhauserüber oft heftige Debatten über "Baummorde".

Der Fall in Klein Reinprechtsdorf, wo 16 Alleebäume entlang einer Landesstraße der Kettensäge zum Opfer fielen, ist nicht der erste (und sicher auch nicht der letzte), der in der Debatte um die Notwendigkeit von Baumschlägerungen die Wogen hochgehen lässt.

So wie in diesem Fall auf Privatgrund wird aktuell in mehreren Gemeinden des Bezirks fleißig gerodet. Auch auf öffentlichen Flächen.

Auch wenn wir in einer waldreichen Region leben, schmerzt der Abschied von manchem Baumriesen (Altenburg) bzw. der einen oder anderen das Landschaftsbild prägenden Allee (Horn) doch sehr.

Doch wie der aktuelle Fall zeigt, fühlen sich private Baumbesitzer ebenso wie Gemeinden unter Druck. Statt einen Schaden und die Verantwortung dafür zu riskieren, wird im Zweifelsfall zur Säge gegriffen.

Zugegeben, es wäre ein großes (nicht nur regionales) Unterfangen, eventuell aber ein zukunftsweisendes: Vielleicht gehört statt dem einen oder anderen Baumbestand eher der damit verbundene Paragrafen-Dschungel kräftig durchforstet?