Erstellt am 11. November 2015, 05:07

von Martin Kalchhauser

Klares „Nein“ von Anfang an. Martin Kalchhauser über die Angst vor dem „Big Brother“.

Werden wir allmählich bei jedem Schritt überwacht? In der Großstadt ist das wohl schon Realität. „Am Land“ sind wir das aber nicht gewohnt. Obwohl auch hier Selbstbedienungszonen der Banken, Tankstellen, ... von Kameras beobachtet werden, hat die Aktion eines Christbaumbauern mit der Überwachung eines Reisig-Verkaufsstandes am Horner Hauptplatz für Unruhe gesorgt.

Man könnte Bedenken einfach abtun: Wer nichts Böses tut, hat nichts zu befürchten. Die Stadtgemeinde Horn hat die Sache jedoch anders gesehen.

Die Situation des Landwirtes, der Reisig zur Selbstbedienung anbietet, ist durchaus einzusehen. Eine Person zum Verkauf abzustellen, rentiert sich wohl nicht. Doch um absolut sicher zu gehen, dass sich niemand Reisig „gratis“ nimmt, wäre das die einzige Möglichkeit.

Andererseits: Dass jeder Private – mit oder ohne korrekte Genehmigung – Kameras im öffentlichen Bereich (!) aufpflanzt, kann auch nicht sein. Dass die Stadt Horn das mit ihrem Einschreiten im Keim erstickt hat, war daher die einzig richtige Vorgangsweise.