Erstellt am 18. November 2015, 05:23

von Martin Kalchhauser

Kompromiss in weiter Ferne. Martin Kalchhauser über Pläne mit dem Kraftwerk Rosenburg.

1907 errichtet, war das Wasserkraftwerk Rosenburg ein Segen für die Region. Die Elektrifizierung der Stadt Horn durch den hier gewonnenen Strom brachte einen Modernisierungsschub. Strom aus Wasserkraft genießt aber auch heute – zu Recht! – einen hohen Stellenwert.

Jetzt will die EVN das Werk sanieren und modernisieren. Am zugleich geplanten Ausbau zur Erhöhung der Effizienz scheiden sich allerdings die Geister. Denn eine dafür nötige Erhöhung der Wehranlage würde mehrere Kilometer Fließstrecke des Kamps zum Stausee machen, die nötige Eintiefung des Flusslaufs unterhalb des E-Werks brächte massive Einschnitte mit sich.

In der Debatte prallen sehr konträre Positionen aufeinander. Die „Extremvariante“ sieht eine Stau-Erhöhung um vier Meter vor. Aufseiten der Umweltschützer steht die Forderung nach totalem Abbau des Wehrs und Stilllegung des Kraftwerks im Raum. Beide Lösungen erscheinen wenig realistisch.

Spannend wird jetzt, wie hier am Ende die „typisch österreichische“ Lösung eines Kompromisses aussehen könnte.

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